World of Warcraft

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  • 0. Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:29:37 PST
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Hinter dem Dunklen Portal



Intro: " Asche zu Asche"


Wir zählen das sechste Jahr nach der Öffnung des Dunklen Portals. Die Horde der Orcs hat die südlichen Königreiche Stormwind und Khaz´modan weitgehend verwüstet, Quel´Thalas angegriffen und vor der letzten Festung der Allianz, der Hauptstadt von Lordaeron, Stellung bezogen. Durch interene Rivalitäten wurde die Horde so weit geschwächt, dass sie die Belagerung nicht durchhalten konnte, und von den Menschen in einem Ausbruch besiegt wurde. Die Truppen der Orcs sind geflohen und wurden, neu formiert, vor dem Blackrock von den Armeen der Allianz gestellt.
Dies sollte die Schlacht sein, die entgültig über die Zukunft dieses Kontinents entschied.

Carwen, eine Magierin der Hochelfen, stand neben ihrem Mann Alboran, einem Kriegerveteranen der Trollkriege, in der zweiten Schlachtreihe der vierten Armee der Allianz. Sie sollten die Orcs frontal angreifen. Alboran legt ihr die Hand auf die Schulter:"Ich bin bei dir."
Ihre Angst legte sich ein bisschen. Dieser Krieg sollte ein Ende finden, und zwar möglichst zu ihren Gunsten. Die Armeen m@*@!!ierten weiter auf die Orcs zu. Jeder Schritt steigerte die Nervösität der Kämpfer. Carwen wollte nicht sterben. Zu Hause wartet ihr einziges Kind, Eldin, erst zarte einundsiebzig Jahre alt, auf sie und sie wollte ihn nicht alleine lassen. Sie hatte noch ein Leben vor sich im Gegensatz zu den Menschen, diesen kleinen Eintagsfliegen. Was zählte schon ihr Leben im Vergleich zu der Ewigkeit die ein Hochelf noch vor sich hatte. Warum hatte der König sie nur in dieses Geplänkel sterblicher Völker hineingezogen? Auf Befehl des Heerfüheres kam die Armee zum Stillstand, die Soldaten hoben ihre Schilde und die Zwergen und Bogenschützen der Menschen ihre Waffen."ACHTUNG !...anlegen...zielen....FEUER !!!"Ein Pfeilhagel flog quer über die Ebene aus purer Asche, pulverisierten Überresten einstiger Lebewesen, und Staubwolken stoben aus den Flinten der Zwerge. Der orcische Kriegshäuptling nahm dies zum Anlass seine Truppen durch unartikuliertes Gegrunze zum Angriff zu befehlen. "Infanterie vorrücken, Position halten und Deckung geben." bellte ein Kommandant. Soldaten liefen einige Meter, knieten sich hin, hoben ihre schweren, eisernen Schilde und warteten. Eine zweite Salve von Geschossen wurde abgefeuert unter ihnen auch Zauber der Magier von Dalaran oder der wenigen Hochelfen. Carwen sah nun aus der Nähe wie viele Orcs umfielen und ihr Leben mit einem Aufbrüllen beendeten.
Dann prallten diese wiederwärtigen Kreaturen auf die Reihen der Allianz. Trotz der Anweisungen konnten die Soldaten gegen diese brutale Kraft nicht lange standhalten und an meheren stellen brach die Frontreihe aus Schildträgern auf, so dasss Grünhäuter zwischen die Zauberer und Schützen liefen. Alboran rannte vorwärts um sich in das Getümmel zu stürzen. Carwen hob die Hand, lies pures Feuer in ihr erscheinen und setzte ihrem Gatten nach, bereit dem erstbesten Orc das Gesicht zu verbrennen. Alboran traf auf den ersten Orc, hob sein Schwert und hieb nach ihm. Der Orc blockte den Angriff und nahm die Bewegung mit in einen Stich auf den Oberkörper des Hochelfen. Alboran drehte sich wie ein Tänzer in den Schlag hinein und lies das Schwert unter seinem Schildarm hindurch. Immer noch in der Drehung presste er den Arm an, was das Schwert aus der Hand des Orcs wirbeln lies. Perplex stand der Grünhäuter da und das Schwert des Hochelfen bohrte sich durch sein Herz. Alboran spuckte mit einem angewiderten gesichtsausdruck auf den sterbenden Orc und ging dann achtlos weiter. Fünftausend Jahre Schwerttraining machten sich eben bezahlt. "Diese grünen Bastarde sind eben allesamt Versager", dachte er noch spöttisch lächelnd, während seine Klinge einen weiteren Orckopf von seinem Besitzer springen lies.
Carwen hatte in der Zeit einen Orc, der sich besonders weit durchgeschlagen hat, aufs Korn genommen. Sie rannte auf ihn zu, und als er ihr sein Gesicht zuwand wurde er in einer Stichflamme, ausgehed von den Händen der Magierin, verzehrt. Seine steife, verkohlte Leiche fiel in einer Aschenwolke zu Boden. Dann fiel ihr Blick auf einen Troll, der bereits ein dutzend Schützen der Allianz getötet hatte, und dem mehrere Pfeile aus dem Körper ragten. Das Gewehr eines Zwerges fügte gerade ein weiteres Einschussloch im Rücken hinzu ,doch die Kugel schien nicht einmal das Muskelgewebe zu durchdringen. Carwen erinnerte sich noch an die Trollkriege und wusste, dass diese Biester einfach nicht totzukriegen waren. Doch ihr standen geeignete Mittel zur Verfügung. Sie fokusierte ihre Gedanken auf den Troll, der gerade einem weiteren Menschen die Beine zwangsamputierte, und lies die Energie los. Eine kleine aber mächtige Druckwelle im Kopf des Trolles verursachte mehrere unangenehme Knackse und Risse zogen sich unter der Haut deutlich sichtbar über den Schädel. Noch ehe er den Boden berührte war er tot uns sein zermatschtes Gehirn floss aus dem Schädel unter die Kopfhaut. Sie drehte sich um, sah ihren Mann und rannte zu ihm, um ihm wieder zur Seite zu stehen. Alboran war dreißig Meter weiter gerade dabei einen riesigen Oger fachmännisch zu zerlegen. Der fette Söldner schrie wie am Spieß. Sämtliche Sehnen des schwerfälligen Geschöpfes waren bereits durchtrennt und Alboran holte zum Gnadenstoss aus der mitten durch das Herz ging. Nachdem er den Oger getötet hatte zog er das Schwert aus dem Leichnahm und sprang in einer Wirbelbewegung in die nächste Gruppe. Doch er hatte sich ein bisschen übernommen. Carwen zog rasch ein paar Feuerblüten aus der Tasche, schwang sie kunstvoll durch die Luft und blies einen mächtigen Atemzug mitten durch die Blätter. Ein Feuerschwall ging von der Elfe aus, der die halbe Orcgruppe um ihren Mann in Flammen aufgehen lies. Während Alboran die brennenden Orcs, die unter Höllenqualen über das Feld irrten, sorgfältig tötete, sah Carwen aus den Augenwinkeln, wie ein paar Bogenschützen der Horde auf ihren Gatten ansetzten. Sie versuchte in zu warnen, doch die Pfeile surrten bereits von der Sehne. Zwei der Pfeile prallten an der Brustrüstung, einem Glanzstück elfischer Schmiedekunst, ab doch der Dritte durchbohrte seinen Hals an der kleinen ungeschützen Stelle zwischen Harnisch und Helm. Taumelnd fiel Alboran zu Boden, die Hände um den Hals geklammert, während das Blut aus der Wunde hervorsprudelte. Die Haupschlagader des Elfen war durchtrennt und er war unheilbar verletzt. Carwen rannte zu ihrem Mann der röchelnd am Boden lag und Blut spuckte. Im letzten schmerzvollen Gegurgel seines Lebens war nur noch verzerrt das Wort "Eldin" zu hören. Dann hörte Alboran auf zu zucken und ein friedlicher Ausdruck legte sich auf sein Gesicht. Carwen sah sich panisch um. Die Fronten der Allinaz waren durchbrochen, und Orcs, Trolle und Oger strömten in die hinteren Reihen der Armee. Von vorne ,rechts und links drangen die Grünhäuter auf Carwen zu. Die taktische Ordnung war aufeghoben und die Schlacht eskalierte zu einer wilden "Einer gegen Einen" Metzelei.
Doch anstatt sich dem Feind zu stellen rannte sie um ihr Leben. Ihr Stolz und ihre ohnehin mikrige Loyalität gegenüber den Sterblichen waren von Muttergefühlen hinweggeschwemmt. Es war schlimm genug für ihren Sohn ,dass er nun ohne Vater war, doch das erbärmliche Leben eines Vollwaisen wollte sie ihm nicht zumuten.
Die Haupkampflinie der Allianz war durchbrochen und die Orcs überfluteten die Soldaten der Menschen, doch dies hatte alles seinen Sinn und Zeck. Es schmerzte Anduin Lothar, den Generalfeldm@*@!!all der Allianz, dass die Soldaten in dieser unvorhergesehenen Zahl ihr Leben lassen mussten ,doch auch die Orcs rannten in ihr Verderben. Auf einen mächtigen Trompetenstoss seines Heroldes hin fielen die Kavallerie der Menschen in die Flanken der vorrückenden Horde und zerteilten ihre Streitmacht in zwei isolierte Gruppen. Anduin und sein Herold, ein gewisser Turalyon (ooc: Ihm gehörte Ashkandi wenn ich mich nicht irre), stürmten,mit einer Kompanie Soldaten, auf den Kern des einen Orc-Heeres zu, in dem sich der Kriegshäutling Orgrimm Doomhammer befand.
Carwen rannte derweil um das pure Überleben. Hinter ihr strömten die Orcs in die Reihen der Allianz, als sie von fern einen lauten Hornstoss hörte. Sie drehte sich im Laufen um und sah, wie die Reiter von den Seiten in das Orc-Heer einfielen und die verwirrten Orcs unter ihren Hufen verendeten. Sie blieb stehen und lies eine Arkane Druckwelle von ihr ausgehen, die drei Orcs und einen Troll von ihr wegfegte. Doch noch während sie sich umdrehte und weiterlaufen wollte sprang ein weiterer Troll auf sie zu und sties mit seinem Jagdspeer nach ihr. Reflexartig beschwor Carwen eine Mauer aus Eis zwischen sich und der Waffe, doch der Speer durchbrach dieses Hinderniss. In einem Regen aus Millionen winzigen Eiskristallen wurde die Elfe von der Waffe durchbohrt. Ihre letzten Gedanken schweiften bei ihrem Mann, ihrer Schwester, die vor fünftausend Jahren gestorben war, und bei ihrem Sohn. Ihr Sohn, den sie mit Tränen in den Augen verlassen hatte, mit dem Schwur zurückzukommen. Dann verlies auch sie diese Welt, dem großem unbekannten Dunkel entgegen.
Dreitausend Kilometer nördlich war ein, nach Masstäben der Hochelfen, junger Elf, der ohne Kummer und wohlbehütet innerhalb der Mauern von Silvermoon aufgewachsen war, Waise geworden.

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  • 1. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:30:54 PST
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Kapitel 1 : "Aufbruch ins Ungewisse"

Dieser Entscheidenden Schlacht, die die Allianz gewonnen hatte, folgte die Zerstörung des Portales. Zwei Jahre lang wähnte sich die Welt in Frieden, nur um dann grausam aus ihrem, zugegebenermasen naivem, Tagtraum gerissen zu werden. Der Meister des verstorbenen Gul´dan, Ner´zhul, leitete Dinge in die Wege um die Menschen entgültig auszurotten und seinen Packt mit Kil´jeaden zu erfüllen. Er öffnete das Dunkle Portal auf ein neues, doch vorerst schickte er keine Armeen sonder nur Agenten. Der Rat der Allianz beschloss, dass die Orcs hinter dem Portal eine zu große Gefahr darstellten und rief alle Krieger des Landes auf sich einer Expedition jenseites des Portals, unter Führung des Erzmagiers Kadghar und des Generals Turalyon, anzuschliesen. Begleitet wurde wurden sie von Alleria Windrunner, Waldläufergenerälin der Hochelfen, Kurdran Wildhammer, einem angesehenem Zwergenveteran, und dem ehemaligen Milizfüherer Danath Trollbane. Dies sollte der letzte heroische Akt werden, den die Hochelfen zusammen mit ihren sterblichen Verbündeten schlugen, bevor dieses Bündniss entgültig zerbrach.

Eldin Mageweaver, der seit dem Tot seiner Eltern eifrig - ja fast schon fanatisch die arkanen Künste studiert hatte, war unter den Freiwilligen, die sich für die Expedition in das Land hinter dem Portal, ein gewisses "Dreanor", gemeldet hatten. In Silvermoon war er in den letzten zwei Jahren den Hochmagiern augefallen durch seinen schier unendlichen Wissensdurst und die ausergewöhnliche Angewohnheit, gelerntes auffallend schnell in die Tat umzusetzen. Er war an mehrern bahnbrechenden magischen Forschungsprojekten masgeblich beteiligt. Seine Theorie zur Isolation und Manipulation von magischen Quintessenzen war später der Rettungsring, an den sich die Blutelfen klammerten, als der Sonnenbrunnen zerstört wurde. Plündernd zogen die Blutelfen durch die magische Welt und unterjochten jeden Funken Mana, den sie fanden um ihre Sucht zu befriedigen. Der größte Coup der Blutelfen war die Gefangennahme und der Missbrauch des Naaru den sie gefunden hatten. Eldin war hoch gewachsen, hatte einen gesunden Körper und lange goldblonde Haare. Seine Haut war eben und makellos. Seine Gesicht wies nahezu perfekte Proportionen auf, wie man sie fast nur noch bei den Hoch-und Nachtelfen finden konnte. Eldin trug eine feuerrote Kapuzenrobe, die etwa bis zu den Knien ging, und mit goldenen Mustern geschmückt war. In den Stoff waren feine Arkanitfasern eingewebt ,was den Wert ins unermessliche steigerte. Auserdem lies diese, nur noch von den Hochelfen beherrschte, Technik der Schneiderei schwächere Geschosse und Schläge abprallen. Des weiteren war sie so verzaubert das sie fremde Magie blockierte und die eigene unterstüzte. Die Schultern des Hochelfen waren durch Polster aus Manawyrmleder geschützt, eine ebenfalls typisch hochelfisches Material. Seine Stiefel, Handschuhe und die Schärpe, die an einer Manschette in der Mitte des Gürtels hing, war auch aus diesem Leder.
Als Waffe hatte er einen runden Stab aus purem Arkanit dabei, der mit mattgrün leuchtenden Runen von oben bis unten verziert war. Der Stab hatte keinen Kopf und auch sonst keine Unregelmäsigkeiten sondern die simple Zylinderform einer rohen Eisenstange. Dieses Artefakt war eine Erbe seines Großvaters mütterlicherseits, der vor zehntausend Jahren in der Schlacht um den Palast Aszharas gefallen war. In diesen alten Zeiten gab es noch keine Differenzen zwischen Nacht-und Hochelfen. Mehr wusste Eldin nicht, denn um die Rolle, die sein Vorfahre in jenem Krieg gespielt hatte, wurde in der Familie immer Stillschweigen bewahrt.
Neben Generälin Windrunner und einem kleinen Trupp Hochelfenkrieger, die eher als Alibibeteiligung geschickt worden waren, war er der einzige Hochelf. Der Elfenkönig hatte auf Proteste des Volkes hin, dem, aufgrund der hohen Lebenserwartungen und dem geringen Nachwuchs der Hochelfen,der Krieg als halbe Ausrottung ihrer Art vorkam, sämtliche militärischen Aktivitäten an der Seite der Allianz eingestellt.
Eldin war aus einer gewissen Neugier ob der neuen Welt mitgekommen. Seit jeher hatte er sich vorgenommen die ganze Welt zu bereisen. Da sich nun die Gelegenheit bot gleich eine zweite Welt kennenzulernen, konnte er nicht wiederstehen. Auserdem interessierte ihn die Art von Magie, die er unter Umständen auf "Draenor" antreffen würde, da er seiner Magiefähigkeiten, der er in zwei Jahren derart rapide,und ein weites über die natürlich Affinität der Hochelfen zu Magie, ausgebaut hatte, erweitern wollte. Kuz um:Wissensdurst und Neugier, zwei Eigenschaften die ihn kennzeichneten, trieben ihn zu der Entscheidung.
Die Freilwilligen sammelten sich an einem Morgen vor der Burg Nethergard, einer Festung, die zur Beobachtung des Portals nach dem zweiten Krieg gebaut worden war. In den Tagen vorher hatten sich alle bei Verwaltern angemeldet und nun m@@!##ierten sie, die Generäle Kadghar und Turalyon vorran, durch die trostlosen Länder ringsum, dem Portal entgegen. Dieser Landstrich, soviel wusste Eldin, wurde bei der Öffnung des Portals von den enfesselten Energien verwüstet. Der M@@!## dauerte zwei Tage und am Abend des ersten Tages, nach dem Aufbruch bei der Burg entfachten die Soladten, Lagerfeuer und genossen den - vielleicht für immer - letzten Abend in ihrer Welt. Eldin setzte sich nicht zu seinen Hochelfengeschwistern sonder an ein kleines Feuer etwas abseits der Masse. Zwei Zwerge und drei Menschen, darunter eine Frau, saßen beisammen und kochten Fleisch." Darf ich mich zu euch setzten?" fragte Eldin die anderen. Der eine Zwerg deutete ihn mit seinem Humpen sich zu setzten." Ein Hochelf....was verschafft uns die Ehre ?" fragte eine Mensch sarkastisch. "Euere Höflichkeit sicher nicht." antwortete Eldin eine Spur unfreundlich. Die zwei scheinbar schon angetrunkenen Zwerge lachten los." Mein Name ist John, ich war Soldat und habe mich hier gemeldet, weil ich Orc-hälse aufschlitzen will. Bitte entschuldigt meine unfreundliche Frage." Sagte der Krieger der ihn gerade noch angefahren hatte. Er war ein Kolloss von einem Menschen und Eldin mutmaste, dass Johns Hände auch ohne Waffen tötlich waren. Er hatte einen dunklen Taint und pechschwarze Haare. Sein Gesicht hatte einige Narben und lies Kriegserfahrung aus jeder Pore sprechen. Über seine Schulter hing ein solides Breitschwert, dass für den Elfen selbst für beide Hände zu schwer wäre. "Ich heise Nandor. Meine Familie hat früher in der Provinz Westfall gelebt bevor wir in den Norden vertrieben wurden"sprach der Nächste," Ich bin ein Novize der Silberhand" Er hatte Blonde Haare und eine grose, wenn auch nicht so übertriebene Statur wie John. Sein Blick war wachsamen, aber er sah freundlich aus. "Satore" meinte die Frau und gab Eldin die Hand," ich war in Dalaran eine Schülerinn von Kadghar" Sie war jung und - aus den Augen eines Menschen sehr schön. Sie war weder zu klein noch zu groß, sondern schien perfekt geformt zu sein - in allen Anbelangen des Körpers, über die die Schönheit einer Frau definiert wird. Sie hatte schulterlanges braunes Haar, hellblaue Augen und trug eine prächtige Robe aus Stoff mit lila Grundton und silberner Bestickung. Für Eldin war sie eine Sterbliche, wie jeder andere Mensch auch. So etwas wie Liebe war bei den Hochelfen, aufgrund ihres langen Lebens, nicht im Ansatz so überstürtzt wie bei Menschen, da sie die nötige Zeit für eine sorgfältige Wahl hatten.
Die beiden Zwerge waren offenbar zu betrunken um dem Gespräch etwas beizusteuern, und so übernahm Satore diese Pflicht:"Das hier sind Argosch und Mulkur, zwei Zwerge aus den südlichen Gefielden Khaz´modans. Sie sind aus Kriegslust und Patriotismus hier....wenn ich ihre eigenen Worte benutzen darf." Die Magierin lächtelte Eldin an. Argosch sah schon älter aus, während Eldin vom anderen Zwerg glaubte, dass dieser vor kurzem erst das Mannesalter erreicht hatte. Neben Argosch, der ein kleiner muskelbepackter Bär war, lag eine mächtige zweischneidige Axt auf dem Boden und direkt daneben sein Kettenharnisch. Eldin schätze das er einer dieser Zwergenkämpfer war, die zu den wenigen Geschöpfen dieser Welt zählten denen die Hochelfen Respekt zukommen liesen. Von ihrer Zähigkeit, Unermüdlichkeit und Loyalität ,weit über ein vorstellbares Maß hinaus, hatte der Elf schon viel gehört. Betrunken wie der Zwerg nun war, fand Eldin dieses Beschreibung ein wenig hochgestochen. Mulkur, der andere Zwerg, hatte neben sich eine verzierte doppelläufige Flinte, zwei Handäxte und zwei Einhandpistolen liegen. Er sah nicht so kräftig aus wie der andere Zwerg, und Eldin fragte sich im Moment ob dieser zweite Kleinwüchsige irgendwelche Eigenschaften hatte die ihn für eine Schlacht auszeichneten.
"Wie heist ihr, Hochelf?" wollte Nandor wissen. "Eldin.....mein Name ist Eldin".entgegnete der Elf." Warum schliest ihr euch einem Kreuzzug ins Ungewisse an? Ich habe gehört euere Art soll ewig Leben."" Ja das is in gewisser Weise richtig. Wobei aber wir sind durch Waffen und Gifte tötbar wie alle anderen auch.Wir altern nur nicht und Krankheiten sind uns auch unbekannt.""Ewiges Leben !!! Alle mächtigen Könige würden dafür ihre Großmutter verkaufen und ihr riskiert sowas durch einen Krieg?" fragte John sichtlich erstaunt, da er dieses Gerücht nun belegt bekommen hatte. Eldin erwiderte:" Ich will dieses neue Welt besichtigen. Ich nehme an ihr habt euch aus eben diesem Grund gemeldet, Satore?" "Weniger." antwortete die Frau," Ich möchte Kadgahr begleiten, da er mir alles beigebracht hat, was ich weis. Aus Dankbarkeit sozusagen." Eldin konnte dies nicht ganz nachvollziehen. Die Hochelfen hatten allesamt die Eigenschaft, Entscheidungen nach dem größtmöglichen Nutzen zu treffen. Gefühle wie Dankbarkeit, Freundschaft, Loyalität und Zuneigung - kurz gesagt: alle Gefühle die das Leben, in den Augen eines Sterblichen, lebenswert machten, hegten die Einwohner von Quel´Thalas nur untereinenader und auch nur einem beschränkten Ausmaß. Für Eldin war es unvorstellbar

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  • 2. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:32:42 PST
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Für Eldin war es unvorstellbar sich, von solchen nutzlosen Emotionen getrieben, einer Sache anzuschliesen, dessen direkter Nutzen für das Individuum nicht direkt auf der Hand lag, aber dafür die Gefahr umso deutlicher war.
"Ich bin aus freier Überzeugung hier. Ich möchte Draenor sehen und dieser Welt helfen. Wenn die Orcs von dort kamen kann man sich vorstellen, was noch übrig ist."meldete sich Nandor zu Wort." Der Aufruf von Lord Uther Lightbringer, sich dem M#%**% anzuschliesen, um unsere Heimat zu beschützen, kam meiner Entscheidung nur entgegen"
"RUHE DA DRÜBEN"schrie Argosch" Bei allen Bergen, so kann man doch nicht schlafen". Die Menschen und Eldin zockten zusammen und legten sich dann hin und schliefen.
Als am nächsten Morgen die Trompete, als Signal des bevorstehenden Aufbruches, geblasen wurde, waren Eldin, Argosch und John schon wach. Mulkur und Nandor standen auf und packten mit den drei anderen ihre Sachen. Eldins Levitationszauber und die Tatsache, dass sie, aufgrund des trockenen Wetters, keine Zelte aufgebaut hatten, beschleunigte das Ganze immens. Nur Satore bekamen sie nicht wach. Die Männer nahmen ihr die Schlafmatte weg doch sie wälzte sich nur einmal auf dem Boden und murmelte wirres Zeug. Alles war schon m#%**%bereit gepackt, doch sie schlief weiter. Mulkur ging auf die schlafende Frau mit einem Grinsen zu, bückte sich und ging mit seinem Mund ganz nah an ihr Ohr. Dann lies er einen schrillen Vogelruf, von denen fähige Jäger viele beherrschten, los und Satore war mit einem Sprung auf den Beinen. Ihre Müdigkeit war wie weggeblasen. Sie schaute hektisch hin und her, sah aber nur die vier Männer die alle vor Lachen auf dem Boden lagen. Eldin hatte wie die meisten Hochelfen wenig Humor. Satore schaute wütend, so wütend wie Eldin noch keinen gesehen hatte. Doch es war keine Wut gepaart mit Hass und Abscheu, wie man sie so oft in der Welt traf, sondern schlichte Wut. Und an diesen Ausdruck würde er sich immer erinnern können, obwohl sie sonst sehr freundlich schaute. Sie funkelte Mulkur, der, vom vielen Lachen immer noch keuchend, aufstand, böse an und schnippt mit den Fingern. Die Haare von Mulkurs Bart fingen an zu glühen.Der Zwerg schaute verwirrt und versuchte das Feuer mit seinen Händen zu ersticken. Eldin hatte gehört, dass der Bart das heiligste eines Zwerges war, direkt gefolgt von seinen Vorfahren. Satore lächelte zufrieden , während sich Mulkurs Panik steigerte. Die anderen, auser Eldin und Argosch, der das ganze nicht lustig fand, schauten nur zu und lachten nun über Mulkur. Eldin hob seine Hand und das Feuer erstickte augenblicklich."Ach nein...es war doch so lustig" sagte Satore leicht beleidigt."Hey !!! Ihr da hinten ! Kommt ihr endlich???" hörten sie einen der Kommandanten rufen. Hastig schulterten die sechs ihre Rucksäcke und eilten der Schaar hinterher. Mulkur war immer noch sauer, doch die anderen unterhielten sich angeregt.
Gegen Nachmittag erreichte das Heer das Dunkle Portal. Der Anblick war überwältigent. Ein riesiges dunkellilanes Netz, das scheinbar aus Wasser bestand, war zwischen sechs transparent aussehenden Kristallen gespannt. Die Scheibe ragte dreisig Meter in die Höhe und alle Leute hoben ihre Köpfe, als sie direkt davor standen (ooc: Die Version des Portals ist aus Wc III, nicht aus WoW).
Und dann liefen sie alle, einer nach dem anderen durch das Portal, jeder in Gedanken bei dem was ihm lieb und teuer in dieser Welt war, auser einem. Eldin zitterte vor Spannung auf das, was, hinter dem Dimensionentor verborgen, auf ihn wartete.



Kaptiel 2: "Dreanor"

Als Eldin auf der anderen Seite aus dem Portal trat, war er baff. Das Gegenstück des Dimensionstores ihrere Welt stand einsam auf einem Berg mitten in der Einöde. Rings um ihn erstreckten sich bis zum Horizont Ebenen aus rotem Staub, die von Rissen und Furchen durchzogen waren. Die Fauna bestand aus einigen riesigen Pilzen die wohl die Rolle der Bäume einnehmen sollten. Die Farbe grün schien hier nicht zu existieren. Eldin wunderte sich, dass Leben hier überhaupt möglich war, da er nirgends Wasser ausmachen konnte. Die Landschaft war mit nichts zu vergleichen was er je selber gesehen oder in einem Buch gelesen hatte (ooc: so in etwa wie das australische Outback aber noch öder). Seine Gefährten traten nun hinter Eldin durch das Tor und waren genauso erstaunt wie er."Beim heiligen Licht, dieses Land ist bis in die Wurzeln verseucht" hauchte Nandor," Die Erde selbst scheint alles Leben vernichten zu wollen.""Ja das war Magie.....aber dass man so etwas mächtiges damit bewerkstelligen kann, war mir nicht klar"sagte Satore. John kniete nieder, packt eine Hand voll Erde oder Staub, über die genaue Bezeichnung konnte man sich streiten, und lies sie sich durch die Finger rieseln. Dann schaute er sich um und lächelte grimmig" Keine Deckung, keine Berge und keine Wälder. Nichts wo man sich verstecken kann. Das wird ein Kampf Mann gegen Orc, ohne Ausflüchte.""....Jaaahhhh.....keine Berge" sagte Argosch traurig," Aber du hast Recht, diese Grünhäuter sind meiner Axt ausgeliefert" Der Zwerg lachte hämisch und fuhr mit seinem Finger lieblich über die Schneide seiner Waffe.
Währenddessen hatten sich die Heerfüherer beraten und liesen Folgendes ausrufen:" Es ist an der Zeit die militärische Einweisung vorzunehmen. Alle melden sich bei den ihnen zugewiesenen Generälen. Eldin sprang auf und lief zu Alleria Windrunner, die sich perönlich dafür eingesetzt hatte ihn in ihrer Division zu haben." Bis nachher" rief ihm Satore noch zu, da die anderen fünf unter dem Kommando von anderen Leuten standen: die zwei Menschenmänner dienten unter Turalyon, die Zwerge unter Kurdan Wildhammer und Satore unter Kadghar.
Eldin ging auf das Zelt der Waldläuferin zu, deren Wache ihn sofort hereinrief. "Ahhh.. ein Bruder." sagte Alleria und blickte von ihren Plänen auf. Sie schaute ihn freundlich an." Ich habe vor euch bei der Analysierung des Portals mit anderen Magiern einzusetzten. Ich habe schon von euren hervorragenden Arbeiten gehört und denke ihr werdet diesen Menschen gut helfen." Die letzten paar Worte und vor allem die Erwähnung der Menschen sprach sie mit einer Spur Verachtung in der Stimme aus, "Habt ihr was dagegen?" " Natülich nicht, Mylady" erwiderte Eldin höflich. Es war fast schon zu leicht. Kaum angekommen bot sich ihm schon die einmalige Chance bisher unbekannte Beispiele von Portalmagie zu studieren." Nun denn. Dann wäre das beschlossene Sache." fuhr die Generälin fort. Eldin verbeugte sich und verlies das Zelt. Er sah andere Leute, hauptsächlich Menschen durch die Gegend eilen, und sich in ihrer zugewiesenen Einheit melden. Nandor kam auf ihn zu" Ich wurde beauftragt, die Gegend zu erkunden und Holz oder ähnliches für den Bau einer Burg um das Portal zu finden." "Richtig. Und ich werde dich begleiten." sagte auf einmal Mulkur hinter ihnen. Nach kurzer Zeit kamen auch die anderen drei. John verkündete stolz: " Ich und Argosch sollen uns nach Grünhäutern und wichtigen Punkten umschauen. Sozusagen die Chefs der Aufklärung" Er klopfte sich auf die Brust," Und unsere kleine Satore darf Karten schreiben." stichelte er. Satore schmollte."KOmmst du mit Eldin?" fragte sie hoffnungvoll. "Nein, ich werde das Portal ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen" kam die Antwort. "Du ??? Das darfst du nur weil du der Liebling dieser Frau bist !" sagte sie verärgert und nickte in die Richtung des Zeltes der Hochelfengenerälin." Ja. Und weil meine Wissen nicht nach achtzig Jahren in ein Grab wandert" sagte er eiskalt. "Danke für dein Taktgefühl, #%**%loch" erwiderte sie giftig und ging davon. Die anderen schauten ihn nur verdutzt an. Nandor schüttelte den Kopf und meinte: "Das hätte ich nicht gesagt" "Weil es dir genau so geht" gab Eldin zurück. Die anderen schauten ihn finster an und liefen weg. Der Elf hörte Mulkur noch sagen ".....hält sich für was besonderes...".
Eldin war das mehr oder weniger egal. Er drehte sich um und ging zum Portal. Vor dem Weltentor wurde bereits ein Labor aufgebaut. Bücher, Phiolen und arkane Gegenstände, die Eldin nicht kannte, standen herum und circa ein Dutzend Magier waren schon emsig beschäftigt. Sie tasteten das Tor ab, woben feine Manalinien in die Luft, führten den ein oder anderen Zauber aus, malten Runen auf Blätter und hielten sie auf die Oberfläche und noch allerlei andere Dinge die vielleicht zum Erfolg führen konnten. Aus dem großen Zelt, das direkt vor dem Portal stand, kam ein Magier und, als er ihn erblickte, sagte freundlich:" Ihr müsst der Hochelf sein von dem Alleria geredet hat" Eldin nickte und daraufhin begann der Magier, der sich als Kadghar selber ausgab, mit ihm über alles zu diskutieren: Was er schon wusste, mit welchen Geräten er vertraut war welche Art der Magie er studiert hatte und lies sich auch vom Elf Dinge erklären die ihm fremd waren (ooc. Magie ist wie programmieren. es gibt mass sprachen die alle Vor-und Nachteile haben.) Eldin fühlte sich wohl und stundenlang unterhielt er sich mit Kadghar, und später auch anderen Magiern. Sie wussten viel, doch mit manchen Gebieten, die für Eldin das Einmaleins waren, waren sie schrecklich unvertraut. Eldin sagte ihnen genug um den Ansatz dieser Dinge zu verstehen,doch achtete er sorgfältig darauf nicht zuviel und auch keine wichtigen Dinge zu sagen.
So verging der erste Tag in Dreanor. Die Magier die das Portal erforschten schliefen gleich neben ihrem Arbeitsplatz in Zelten. Eldin, der den ganze Tag über schon mindestens so viele Worte wie ein Frau gewechselt hatte, schlief ein ohne mit seinen Zeltnachbarn zu sprechen. Morgen wäre genug Zeit dazu. Zwei weitere Tage vergingen so und langsam kamen die Forscher dem Geheimnis des Portals näher. Alle erkannten, dass die Menschen noch Äonen gebraucht hätten um derart komplexe Magie zu praktizerien, und die Hochelfen auch noch mehrere Jahrtausende. Die Magie des Portals, zweifelsohne aus dämonischer Hand, war für jene so alltäglich aber bei wissenschaftlicher Betrachtung so komplex wie der

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  • 3. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:34:15 PST
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Mikrokosmos eines Lebewesens. Zu laufen war selbstverstänlich doch zu wissen warum der Mensch lief waren zwei Paar Stiefel. Dies war einer der raren Vorteile des Krieges: Technologieraub.
Die Magier waren ganz aus dem Häuschen und freuten sich wie zum Fest von Altvater Winter, sogar Kadghar verhielt sich so. Eldin konnte das nicht verstehen. Diese Art kindlicher Vorfreude war dem Hochelfen fremd. Durch seine Unberührtheit kam er auch den Magiern, die unter allen in der Welt den Hochelfen am freundlichsten gesinnt waren, bald suspekt und gefühlskalt vor. Sie wollten ihn nicht mehr bei sich haben. Aber die Grundzüge der Portalmagie hatte er verstanden, mehr als die Menschen selber, die dieses Wissen anscheinend nicht in seinen Händen sehen wollten.
So kam es, dass er am fünften Tag nach der Ankunft in Dreanor auf Befehl von Oben zu den Aufklärern, die im Osten einen Sumpf mit einem bis zum Horizont reichenden Pilzwald entdeckt haben, versetzt wurde. Sie hatten nun nur noch die Aufgabe nach Orcs zu suchen, da die Generäle nervös wurden, weil sie noch keinen Feindkontakt hatten. Dies konnte zwei Gründe haben: Entweder die Horde war zu schwach um die Allianz zu stellen oder aber, was wahrscheinlicher war, sie warteten auf irgendein Ereignis, um anzugreifen. Seine Gefährten sah er nicht bevor er aufbrach.
Am sechsten Tag gin er dann los um sich bei einem Lager im Osten zu melden. Als er das Portal verlies, standen bereits die Grundzüge von Mauer, Türmen und Häusern. Er kam am Mittag des selben Tages im Vorposten, der direkt an den Wald aus Pilzen grenzte, an. Das Lager war errichtet worden um Holz, obgleich die Hülle eines Pilzes als Holz zu bezeichnen wahrscheinlich nicht zutrifft, für Häuserbau zum Portal zu schaffen. Dann wurde ihm von einem Paladin, der das Kommando hatte, einem gewissen Stalvar, der Auftrag erteilt den im Südwesten gelegenen See zu erkunden. Der Mensch mutmaste, dass dort Orcs, die wie Menschen auf Wasser angewiesen waren, anzutreffen waren. Die Mission war für ihn alleine, da der Paladin bereits Erfahrungen mit der Effizinz der Waldläufer und deren Wunsch nach alleinigem Vorgehen hatte.
Eldin legte seine Robe, Schulterpolster und Stab ab und packte sie in eine Tasche, die er im Stützpunkt lies. Stattdessen bekam er eine Lederkleidung die in den Farben der hiesigen Umwelt bemalt war. Ihm wurde eine Waffe, ein gewöhnliches aber überdurchschnittlich gut gefertigtes Schwert, so wie eine Ingstra-Kugel überreicht. Diese Kugeln waren ein gescheitertes Experiment der Magier von Dalaran. Sie erlaubten es dem Träger nicht, wie angenommen, mit Wasserstömen oder Seen zu verschmelzen und so unbermerkt zu reisen. Aber durch sie hindurch konnte man weit entfernte Dinge, die in freier Sichtlinie zu einem waren, klar und wie vor sich sehen. Dann brach er mit einem Rucksack, in dem das Nötigste, Seile, Essen, Trinken, Papier und eine Feder, war, auf.
Der sechste Tag in Dreanor war in vollem Gange.




Kapitel 3: "Einsamer Wanderer"


Er hatte einige Stunden zu laufen und war ständig wachsam. Da Draenor gleich drei Sonnen hatte wurde ihm heis und er schwitze. Die Gegend hatte seinen Charakter grundlegend geändert. Die staubigen Ebenen mit vereinzelten Pilzbäumen und kleinen Steinaufschüttungen waren einem Wald gewichen, der je weiter Eldin auf den See zuging, immer grüner wurde. Moose wuchsen auf dem Boden, was das Laufen angenehm erleichterte. Die Pilze waren keine Wüsteneremiten mehr sonder üppige Pflanzen (ooc: ...ich weis pilze sind keine pflanzen) die vor Leben in sich nur so strotzten. Doch auch von diesem Wald ging etwas Böses und Verderbtes aus. Eldin war als ob der ganze Wald darauf wartete, dass seine Wachsamkeit nachlies, um sich seiner dann entledigen zu können. Die Luft wurde schwüler und der Elf kam zusehends aus der Puste.
Als er nach weiteren Stunden M%%#!% ganz schwach und entfernt das Geräusch eines Baches hörte, änderte er seine Route ein wenig, um sich ein bisschen zu erfrischen. Nach schätzungsweise zehn Minuten kam der dann am Bach an und musste er feststellen, dass es sich bei dem Bach nur um ein kleines, seichtes Rinnsaal handelte. Es war wenige Zentimeter tief und einige Meter breit. Doch Eldin genügte es. Er legte seine Tasche ab und tauchte die Hände in das, zu seinem Unmut, warme Wasser und wusch sich damit das Gesicht. Eldin kostete einen Schluck des Bachwassers, befand, dass es geniesbar war und trank sich damit seinen Durst weg. Dann packte er eine Brot aus dem Rucksack und aß ein Stück.
Alles in allem war diese Stelle ruhig, warm und sehr angenehm. Hier zeigte sich wieder eine Eigenheit der Hochelfen, die Hast verabscheuten, und so verbrachte er eine kurze Pause an dieser Oase des Friedens. Eldin hatte nicht den blassesten Schimmer von der Natur und wie sie funktionierte aber er glaubte, dass das immer frisch nachströmende Wasser mit der Zeit auch die Bösheit aus den Bäumen gespült hatte. Nach einer Weile stand er auf und wollte weitergehen. Doch gerade als er den Rucksack aufsetzten wollte spürte er, wie von diesem mehrmals schnell hintereinander ein gedämpfter Druckstoss ausging. Eldin drehte sich überrascht um und sah mehrere fremde Wesen im halbdunkel der Bäume hin-und hergleiten. Eines davon schwebte in der Luft vor den Bäumen und hatte seinen stachelbesetzten Rücken bedrohlich aufgespreizt (ooc: sehen aus wie rochen mit stacheln im rücken). Dieses Tier schoss einen Stachel aus seinem Rücken mit immenser Kraft ab, doch Eldin, der seinen Gegner nun sah, nahm dem Geschoss mit einer lässigen Handbewegung sämtliche kinetische Energie und das Stachel fiel zu Boden. Nun sah er, dass in seinem Rucksack bereits mehrere solcher Stachel steckten. Es stömten immer mehr dieser absonderlichen Kreaturen auf den Hochelf zu und fingen an ihre Nacken aufzurichten. Adrenalin setzte sich in seinem Körper frei. Seine Reflexe wurden geschärft. Eldin hob beide Hände und sie wurden von Feuer ,dessen Flammen in einer Doppelhelix nach oben züngelten, umhüllt. Die Kreaturen sahen dies als Gefahr und feuerten einen Hagel aus Stacheln auf ihn. Eldin drehte sich im Kreis und eine mächtige Druckwelle aus Feuer wurde, von ihm ausgehend entfesselt. Die verkohlten Stachel flogen zurück zu den Gleittieren, die durch den Druck auch einige Meter nach hinten geschossen wurden. Als Eldin seine Drehung beendete streckte er seine Hände, immer noch in Flammen gehüllt, nach je einem der Tiere aus, woraufhin das Feuer wie eine Peitsche voschnellte, mehrere der Tiere versengte und sich dann wieder in die Hand seines Meisters zurückzog. Offenbar beeindruckt zogen sich die Tiere ein Stück in den Wald zurück. Der Hochelf lachte und auf einmal barsten die Bäume, zwischen denen sich die Wesen versteckten. Das Holz schnellte wie das Schrappnel einer Granate durch die Luft und zerriss die meisten Kreaturen. Die wenigen, die überlebten, flohen da ihnen ihr Instinkt davon abriet, diesen Hochelfen weiterhin als Beute fangen zu wollen. Eldin schoss noch ein paar Energieentladungen durch die Bäume um vielleicht noch das ein oder andere Tier zu töten.
So eben hatte der Hochelf, der vor zwei Jahren noch nicht einmal wusste was Leid, geschweige denn Mord ist, seine Lust am Töten entdeckt. Nicht um des Mordens selber, sonder wegen des Gefühls, dass der andere seiner Macht unterliegt und ihm auf Gedeih oder Verderb ausgeliefert war. Sein Wille stellte für den Unterlegenen Tot oder Leben dar. Das Gefühl war berauschend, wie eine Droge. Die Hochelfen, so weise und anmutige Geschöpfe, wurden bei weitem mehr von Macht korrumpiert als andere Wesen. Doch im Gegensatz zu anderen drifteten verderbte Hochelfen nicht in Bösartigkeit ab sondern wurden von einer nicht minder grausamen eiskalten Logik ergriffen, die die Leben Einzelner in ihr Denkgefüge eingliederten wie einen Zahlenwert. Sie entfremdeten sich schlicht von ihrem Elfsein. Paradoxerweise wurde man je angesehener in den Augen der Hochelfen, desto mehr man diesen Muster entsprach. Doch ausgerechnet dieser Zug der Abartigkeit war der Grundstein der Perfektion und Macht von Quel`Thalas und nur die Untoten selber waren in der Lage dieses Verhalten noch zu Überbieten, was sie auch taten.
Doch ihm war schnell klar, dass der Spass des Mordens nur auf das Risiko des Sterbens hin genossen werden konnte. Und wie bereits gesagt waren Hochelfen sehr am Nutzen einer Situation oder Entscheidung interessiert. Und das Machtgefühl des Tötens, der absoluten Dominanz und Willkür, für das Risiko, seine Unendlichkeit enden zu lassen, in Kauf zu nehmen schien Eldin mehr als töricht. Daher beschloss er zu töten, wann immer es nötig sei, und es zu unterlassen, wann immer es vermeidbar sei.
Nachdem er sich einige Minuten lang die Kadaver dieser, ihm bis dato unbekannten, Tiere angeschaut hatte, setzte er seinen Weg fort, um sein eigentliches Ziel, den See, und die eventuelle Stadt der Orcs zu finden. Der Wald um ihn herum schien nun Respekt zu haben, da seine Kinder versagt hatten. Eldin kam es fast so vor als ob sich die Bäume von ihm weg bogen. Der weitere Weg zum See verlief ereignisslos. Als er merkte, dass sich der Wald vor ihm lichtete, war er dem See nicht mehr fern. Und dann schlieslich verlies er das Gehölz. Eldin stand am Rand eines riesigen Kraters, der sich natürlich gebildet hatte. Ein Stück weiter nördlich sah er den Bach, von dem er vorhin getrunken hatte, über den Rand des erhobenen Waldplateus ins Tal springen und sich schlieslich mit dem See zu vereinen. Der See verdiente auch weiterer Beachtung. Er hatte einen Durchmesser von etwa eineinhalb Kilometern. Das Wasser war glatt und modrig dunkelgrün und keine einzige Welle brach sich auf seiner Oberfläche. Die Ufer waren fast vollständig mit Schilf überwachsen, als ob der See selber seine Ruhe wollte. Eine Stelle am Ufer, auf der Nordost-seite, also vom Hochelf aus genau gegenüber war frei von Schilf und konnte benutzt werden um den See zu betreten. Genau dort sah Eldin ein weißes Zelt stehen. Ob es wohl einem Orc gehört, f

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  • 4. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:35:29 PST
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Und im Zelt war der Umriss einer bulligen Figur zu sehen. Eldin hatte zwar noch nie einen Orc gesehen, doch aus Büchern wusste er, dass die in etwa so aussahen. Er schlich sich am Schilf entlang auf die andere Seite und wartete dort eine Weile. Da die drei Sonnen Draenors in zyklischen Abständen alle sechs Stunden die selbe Position in einem siebendunddreisig Stunden Tag einnahmen war die Nacht, und die damit verbundene Dunkelheit, auf wenige Stunden reduziert. Eldin wusste nicht wie er nun vorgehen sollte da er so etwas noch nie gemacht hatte. Er war gerade dabei sich zur Rückkehr ins Lager zu entscheiden und einfach Bericht zu erstatten als er eine Stimme aus dem Inneren des Zeltes hörte. "Verdammt wo ist dieser Bastard hin ??? Ich will ihm den #@%%% in zwei Hälften reisen!" "Beruhige dich. Wir können morgen weiter suchen und wenn er nicht zurückkommt umso besser." "Und was ist wenn er noch einen Holzfäller tötet? "meldete sich eine dritte Stimme zu Wort. Eldin lauschte dem Gespräch angespannt und versuchte diese Informationen auf etwas Konkretes zu beziehen."Man kann uns nichts vorwerfen. Wir haben ihn verfolgt und verloren."Meinte eine Frau!.... Eine Frau ?
Eldin stutze. Er bewegte sich einige Schritte auf das Zelt zu, als die Geräusche spontan abebbten. Eine Kugel pfiff durch die Zeltwand und traf ihn im Bauch. Eldin sank zu Boden und presste die Hände auf die Stelle. Er Atmete flach und nur ein Keuchen war von ihm zu hören. "War er das ?" fragte jemand aus dem Zelt stutzig. Er kannte diese Stimme. Und die anderen auch. Wie konnte er sie nur vergessen. Fünf Leute kamen aus dem Zelt gerannt um den Verwundeten anzuschauen. Eldin schaute auf und erkannte John, Nandor, Argosch, Mulkur und Satore. Sie waren nicht minder erstaunt ihn hier liegen zu sehen."Eldin! Oh mein Gott" kreischte Satore." Ich schaff das. Halte durch!" sagte Nandor,"Trag ihn ins Zelt," wies er John an, der dies auch umgehend tat. Der Krieger legte den Elf auf eine Decke, zog ihm das Oberteil aus und wischte das Blut um das Einschussloch weg. Der Paladin sah sich die Wunde von Eldin an und hielt seine Hand darauf. Goldene Dünste wanderten von ihr in die Wunde, linderten den Schmerz und liesen neues Gewebe wachsen. Nach einiger Zeit atmete er erleichter auf. " Keine Organe sind verletzt worden. Du hast Glück gehabt"sagte Nandor," Meine Fähigkeiten in Zauberheilung sind leider beschränkt. Die Kunst liegt darin, die Seele im Körper zu halten und diesen langsam wiederherzustellen. Wäre er schlimmer verletzt worden, hätte ich ihn nicht hier halten zu können." Nach zwei Stunden hatte Eldin das schlimmste überstanden."So jetzt schläfst du eine Nacht und mit dieser Salbe wachsen deine Wunden wieder zu" Sagte John fast schon väterlich." Was is das denn?"wollte Argosch wissen,"Eine Trollblutsalbe? Wo hast du die her?"fragte der Zwerg, nachdem er kurz daran gerochen hatte. Satore schaute angewiedert auf die kleine Dose in Johns Hand."Ist doch egal, hauptsache Eldin überlebt!" schnauzte Nandor in die Runde. Dann strich John die Salbe über die Wunde. Mulkur saß still in der Ecke und schaute nur zu. Er war noch geschockt darüber was er getan hatte. Satore kniete neben dem Kopf des Elfen und schaute ihn mitleidig an. Dann kroch die Dunkelheit vom Rande seines Bewusstseins auf ihn zu und verschlang ihn.
So verging der sechste Tag in Dreanor.



Kaptel 4: "Stille Wasser gründen tief"

Als Eldin am nächsten Morgen aufwachte, fühlte er sich anfangs noch sehr angeschlagen, doch nach einigen Minuten war er wieder fit. Seine Bauch war wieder zusammengewachsen, nur eine runde Narbe erinnerte noch an die Wunde. Satore schlief in der anderen Ecke des Zeltes und die anderen schienen die Nacht, abwechselnd Wache haltend, drausen geschlafen zu haben. Eldin ging aus dem Zelt, ohne dass es die anderen bemerkten und kletterte auf einen schroffen Felsen. Es ging ein leichter Wind. Er war in Gedanken versunken. Er wäre beinahe gestorben, dass wusste er. Er war den anderen dankbar für die Rettung seines Lebens, so weit es ihm eben möglich war. Und eine Spur Freundschaft keimte auch in ihm auf, was sehr untypisch für ihn war. In seinen zwei Jahren der magischen Studien war er öfters in Dalaran gewesen doch er hatte gegenüber den Magiern die ihn freizügig in ihr Wissen eingeweiht hatten nicht den Hauch derartiger Gefühle enpfunden. Wer nun meinte, dies seien zwei völlig unterschiedlich Sachen, der hat zwar Recht, doch in den Augen der Hochelfen, von denen mache Sterbliche nicht umsont glaubten, sie hätten ihr Herz für noch mehr Wissen eingetauscht war dies im Grunde das selbe. Ünterstützung. Da sie von Natur aus unpersönlich waren, unterschiedenen sie nicht zwischen mehreren Arten von Hilfe. Er saß noch eine halbe Stunde auf dem Felsen und hing seinen Gedanken nach die in alle Richtungen ausschweiften. Dann riefen die anderen, die sein Verschwinden bemerkt hatten, nach ihm.
Er setzte sich zu ihnen in die Runde und Argosch gab ihm ein bisschen gegrilltes Fleisch, ein Stück Brot und einen Humpen voll Bier. Eldin kannte dieses Gebräu nicht, doch nach dem er einen kleinen Schluck gekostet hatte entschied er, dass er bei Wasser und Wein bleiben würde. Dankend gab er das Bier zurück und holte aus seinem Rucksack, der im Zelt lag, seine Feldflasche mit Wasser. Gemeinsam aßen sie schweigend ihr Mahl. Mulkur hüstelte kurz und richtete das Wort an Eldin: "Es tut mir schrecklich leid. Bitte verzeih mir ich dachte irgendetwas Böses wäre da drausen. Mir ist diese ganze Welt unheimlich." "Ich nehme die Entschuldigung an." sagte der Elf ruhig," Und du hast Recht. Diese Welt sieht leer aus. Doch sie ist es nicht. Leben kann man nicht unterdrücken. Man kann es verderben und töten doch irgendwo wird immer eine Blume oder ein Tier, sei es auch noch so klein, überleben. Ich habe gestern ein paar Tiere getroffen." fügte er noch hinzu. Die anderen horchten auf und er erzählte von der Begegnung mit den Waldgleitern am Bach.
Die Tatsache, dass er sie alle kaltblütig abgeschlachtet hatte, lies er dezent unter den Tisch fallen.
"Was macht ihr eigentlich hier?" fragte er dann, nachdem er schon erzählt hatte warum er geschickt wurde. Argosch schluckte seinen Bissen Fleisch mit Bier hinunter und fing an zu berichten:" In dem Lager, dass zum Holzfällen gebaut wurde, ist ein Arbeiter angegriffen und getötet worden. Man hat seine verätzte Leiche am Bach gefunden." "Am Bach ?" fragte Eldin scharf. "Ja. Frag mich nicht wieso ausgerechnet dort." sagte Nandor schulterzuckend. Doch Eldin reimte sich eine Theorie zusammen. Wasser schien das Leben hier anzuziehen, nicht nur zum trinken, sondern auch als eine Art Schutz." Und wir sollen den, der den Arbeiter getötet hat nun finden und gefangen nehmen oder ebenfalls töten." sagte John," doch wir haben seine Spur hier am See verloren." "Ja so viel habe ich gehört" erwiderte Eldin schmunzelnd. Satore sagte kein Wort, schaute Eldin aber schon länger zurückhaltend an. Ihn beunruhigte dieses Verhalten mehr als das, was die anderen gesagt hatten.
Nachdem sie fertig gegessen hatten und das Zelt und die Sachen eingepackt hatten, meinte Eldin er wolle kurz etwas nachsehen. Er ging an den Rand des Sees und hielt einen Finger ins Wasser. Ein Schauer überkam ihn und er lies den See, von seinem Finger aus, langsam gefrieren. Die anderen schauten neugierig zu und schwiegen. Doch Eldin ging das Ganze zu langsam. Er hatte sich der Frostmagie nie so sehr gewidmet wie den anderen Zweigen der Magie, da er fand, dass sie ihr Zerstörungpotential einfach zu langsam entfaltete. Feuer oder Druck hingegen setzte augenblicklich mit meist tödlicher Wirkung ein. "Satore....wärst du so freundlich" Sie nickte kurz und ging ein paar Schritte vor. Der Hochelf wusste das die Magieschule der Kirin Tor auf Eis und Wasser spezialisert war. Die Magierin hielt beide Hände auf den schon gefrorenen Teil des Sees und das Eis wuchs weiter, erheblich schneller, als durch Eldins Hand. Doch die Mitte des Sees schien nicht einzufrieren. Plötzlich blubberten Gasblasen im noch flüssigen Teil des Wassers.
Eldin zog sein Schwert, und die anderen die ihren Waffen, etwas Ungutes vorahnend. Das Eis unter Satore bekam Risse und sie stolperte auf das Ufer zurück. Das gefrorene Wasser, auf dem sie eben noch gelaufen war, brach plötzlich auf. Ein vier Meter großes Geschöpf, das einem Gorilla von der Form her ähnelte und auf dem ganzen Körper mit Algen überwuchert war, sprang aus dem See und schlug wild durch die Luft. "Bei Bronzbeards Bart!!!" rief Argosch. Die Haut des Riesen war mit selstsamen Noppen übersäht, und als Mulkur einen Schuss auf ihn abfeuerte, platzten sie und setzten eine sich rasch ausbreitende Wolke aus giftigen Dämpfen frei. Geistesgegenwärtig lies Eldin einen Luftstoß aus seiner Hand entweichen, der die Giftwolke wegwehte. Doch mehrere Drüsen auf der Haut den Ungetüms liesen kontinuierlich neue Dämpfe frei. John riss schnell ein Stück Stoff von seinem Rucksack ab, band es sich vor das Gesicht und stellte dich dem Monster entgegen. Argosch, der, wie alle Zwerge, eine gewisse Resistenz gegen Gifte und ähnliche Stoffe hatte, sprang John zu Seite. Nandor sprach Kampfgebete über sich und die zwei Kämpfer und ging langsam nach links, um dem Biest dann in den Rücken fallen zu können. Mulkur und Satore, mit Händen, um die sich die Kälte manifestiert hatte, standen schussbereit da (ooc: sieht aus wie flüssiger Stickstoff der aus den Händen läuft). Für einige Sekunden standen die sechs Leute dem Riesen so gegenüber. Dann brüllte er und schlug nach Argosch und John. Sie konnten den Schlag abwehren doch die andere Hand fuhr auf den Zwerg nieder und lies ihn ausknocken. Zwei Kugeln und ein blauer Blitz fuhren in die Brust des Giganten. Gleichzeitig schlug John ihm mit der Wucht, die leicht einen mittleren Baum fällen könnte, nach ihm. Das Schwert fuhr einige Zentimeter in das Bein des Tieres und stoppte dann.

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  • 5. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:36:48 PST
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Der Riese brüllte vor Schmerz und aus den Wunden wurde weiteres Giftgas geschleudert. Den fünf Kämpfern wurde langsam schwindelig von den Dünsten, mit Ausnahme von Mulkur. Eldin saß zwanzig Meter vom Riesen entfernt, in der Luft, mit den Händen im Schoss, und lies dunkelrote Blitze zwischen seinen Händen hin-und herzucken. Sie wurden immer mehr, und knisterten mit jeder Sekunde lauter. Dass Geschöpf machte einen Satz und stand vor Mulkur und Satore. Mit beiden Pranken schlug er von unten her nach dem Zwerg, der vorher noch die Geschosse seiner zwei Waffen auf den Feind schoss, und dieser flog in einem hohen Bogen nach hinten, wo er bewusslos liegen blieb. Nun stand er mit erhobenen Händen über Satore, die von Angst überwältigt nichts mehr tat, auser den Riesen ängstlich anzuschauen. Auf einmal sprang Nandor dem Monster auf den Rücken und haute mit einem golden leuchtendem Hammer, den er mit der Kraft des Lichtes verstärkt hatte, auf dessen kleinen Hinterkopf. John, der auch von hinten angrannt kam, sties dem Tier sein Schwert ,mit der Spitze vorraus, hinten in das Knie. Man hörte förmlich wie die Klinge die Sehne durchtrennte, und durch das Fleisch, oder was auch immer dieses Wesen stattdessen hatte, auf die Kniescheibe prallte. Der Grünling ging in die Knie und rohrte laut. Doch bei diesem Mal wurden tausende kleine Sporen aus den Tiefen seiner Lunge auf Satore geschleudert. Die zierliche Zauberin fiel einfach um. Eldin hatte das ganze anteilslos beobachtet und weiter Magie in seine Händen kanalisiert. Er schien die Ruhe selber zu sein. Nun befand er, dass es genug war. Der Koloss drehte sich gerade um, um auch die beiden verbliebenen Kämpfer zu besiegen, als ein unermesslich heiser Strahl aus Feuer, der den Körper des Riesen, von den Beinen aufwärts, traf und zu Asche verbrannte. Die beiden verrußten Beine fielen in einer Staublawine um. John und Nandor drehten sich erstaunt um und sahen Eldin mit erhobenen Händen, um die immer noch Flammen tanzten, da stehen. Sie hatten den Hochelfen noch nie Kämpfen oder ernsthaft Zaubern sehen. Dass er schon derart mächtig war hatten sie nicht geglaubt und nicht weiterdarüber nachgedacht, wieso er so weit weg von seiner Heimat unterwegs war. Doch für Eldin hatte seine Gründe. Er war der Ansicht, dass er den Punkt erreicht hatte, an dem es galt ein wenig praktische Erfahrung zu sammeln. Und er hatte Recht.
Magie zu studieren und ohne Gefahr einzusetzten war eines. Aber in dem Moment in dem nur Millisekunden blieben um die entsprechende Formel auszuführen, wenn man überhaubt erst auf sie gekommen ist, war etwas komplett verschiedenes. Routine, um es kurz zu sagen, machte den Unterschied zwischen einem fähigen und einem mächtigen Zauberer aus.
Unter den Anweisungen von Nandor versorgten die drei ihre Gefährten, gaben ihnen Verbände, Tränke und Gegengifte. Danach machten sie sich auf den Rückweg zum Lager am Rand des Waldes, wobei die fünf Sterblichen alle ein wenig nachdenklich waren: Hätte der Elf ihnen geholfen, wenn es anders gekommen wäre, oder war er einfach nur auf Distanz geblieben, darauf bedacht seine eigene Haut nicht zu riskieren? Eldin bekam von dem allem nichts mit da er eine ausgezeichnete Laune hatte. Er hatte sich selbst bewiesen, dass er in der Lage war auch solche grosen Gegner zu bezwingen. Und das erneute Töten hatte ihn aufgemuntert.
Es war der siebte Tag in Dreanor.



Kapitel 5: "Gespräch unter drei Sonnen"

Nach einigen Stunden kamen die sechs Späher zurück zum Lager. Mittlerweile hatten die restlichen Freiwilligen genug Holz geschlagen und zum Portal gebracht um ein provisorisches Fort zu errichten. John, der die Leitung seiner Spähertruppe trug, ging zu Stalvar und erstattete Bericht:" Wir haben das Tier aufgespürt und eliminiert. Keine Verluste. Leichte Verletzungen bei mehreren Soldaten." sagte er fachlich," Wenn es mir erlaubt ist möchte ich anmerken, dass der Hochelf hier", er nickte Eldin zu, der mit ihm zu Stalvar gekommen war um seinen eigenen Bericht abzuliefern," die Theorie hat, dass sich die Tiere dieses Waldes bevorzogt in der Nähe von Gewässern aufhalten." Dann ging John fort. "Nun gut...und was war mit eurem Auftrag?" fragte er Eldin. "Am See waren keine Anzeichen feindlicher Präsenz zu entdecken, auser den wilden Tieren und dieser Kreatur." Stalvar nickte: "Sie sollen alle zum Portal zurückkehren und dort weitere Befehle abwarten." Der Paladin schaute auf einige Karten die vor ihm auf dem Tisch verstreut lagen und Eldin trat weg. Er ging zu den anderen die gerade ihre Späherkleidung aus- und ihre Rüstungen anzogen. Satore war in einem Zelt und zog sich dort um. Eldin genoss es wieder in seinen Roben zu stecken, und als auch Satore endlich fertig war brachen die sechs zum Portal auf.
Der Elf lief ein wenig hinter den anderen, da er wegen seiner Verletzung noch nicht seine ganze Kondition wieder hatte. Auch Satore lies sich ein wenig fallen und die anderen Männer in Ruhe ihre Gespräche über andere Themen führen. "Erzähl mir was über Silvermoon" forderte Satore den Hochelf auf. Er hob die Augenbrauen und schaute sie an. "Ich war noch nie dort und reinlassen werden sie mich wahrscheinlich auch nicht" fügte sie achselzuckend hinzu. Dann fing Eldin an über die Paläste und Türme, die Straßen und die Tore, den Hafen und die Mauern, und auch über den Sonnenbrunnen zu erzählen. Satore hörte staunend zu. Die Pracht von Silbermoon wirkte für einen Sterblichen wie das Paradis. Da die Elfen über die nötige Zeit verfügten, hatten sie jeden Winkel dieser Stadt perfektioniert und ausgeschmückt. Für die Hochelfen, die aus der Pracht der Kaldorei-Zeiten ins Exil gegangen sind, war sie die lebendigste Erinnerung ihrer einstigen Blüte. Und sie strebten danach ihr altes Wissen und ihre Macht, die gröstenteils bei der Teilung der Welt zerstört wurde, wiederherzustellen. Doch von Portalmagie liesen sie die Finger, da auch die Hochelfen nicht unbelehrbar waren, und aus der Invasion der Legion und den vorangegangenen Ausschweifungen gelernt hatten.
Als er von der Stadt erzählt hatte fing er an von den Leuten, den Geschichten und den Unterschieden, zu dem was die Zauberin gewönht war, zu berichten.Die Leute selber machen fast keine Arbeiten, da Quel´Talas, dass in dem jedes Staubkorn voll mit Magie ist, die meisten Sachen selber erledigte. Die Felder wuchsen selber mit Weizen und die Gärten mit Früchten. Die Bäume wichen auf Seite und gaben den Platz für Straßen frei. Die Häuser säuberten sich selber und die Steine schichteten sich von alleine zu Gebäuden auf. Das Wetter war den Hochelfen immer gnädig gestimmt, und wenn das Land durstig war regnete es. Nur ab und zu musste einer der Hochgeborenen selber Hand anlegen. Die meisten Elfen konnten sich daher der Forschung, der Kunst, der Magie oder Politik zuwenden. Sollte mal einer, was ab und zu vorkam, kein Interesses an einer dieser Tätigkeiten finden hing er seinem Vergnügen nach. Segeln war zur Zeit sehr beliebt.
"Meine Eltern sind Bäcker in einem Dorf nordwestlich von Stromguard. Was machen deine?" unterbrach Satore seine Erzählungen. Eldin räusperte sich. Eigentlich wollte er das niemandem sagen, doch so darauf angesprochen konnte er der Frage nicht ausweichen. "Meine Eltern sind beide tot. Ich bin Waise." sagte er direkt." Oh.....tut mir Leid" meinte die Frau, und Beileid sprach aus ihrere Stimme. Seltsamerweise erreichte es nicht nur seine Ohren sondern ging tiefer. "Wie alt warst du?" " Einundsiebzig Jahre"erwiderte er beiläufig."Einundsiebzig Jahre !!!" rief sie erstaunt. "Und wie...wie alt bist du jetzt?" fragte sie schüchtern. "Dreiundsiebzig." kam es zurück. "Ich bin siebenundzwanzig jahre alt." sagte Satore und schaute geistesabwesend zum Horizont. Fünfzig Meter vor ihnen liefen die anderen vier." Mit vierzehn Jahren kam ein Magier der Kirin Tor vorbei und fragte ob meine Eltern es erlauben würden mich zu einer Probe mit nach Dalaran mitnehmen zu dürfen. Ich ging mit ihm und bestand. Danach wuchs ich in der Zaubererstadt auf. Meine Eltern habe ich seitdem selten gesehen, zum Fest von Altvater Winter oder anderen Festen." Nun erzählte sie ausschweifig von ihrem Leben und weihte den Hochelf in Dinge ein, die auser ihm keiner über sie wusste. Hier stellte sich wieder einmal einer der grosen Differenzen zwischen Hochelfen und Menschen dar. Während die Sterblichen ihre Unterhaltungen mit Annekdoten und anderen Dingen, die den Hochelfen banal und manchmal sogar irrelevant vorkamen, füllten konnten sich die Unsterblichen Stunden und sogar Tage lang über so eigene Themen wie Magie, Navigation,Architektur, Forschung, Alchemie, Politik und vieles Weiteres unterhalten. Ein Mensch wäre bei solch einer Dikussion schon nach einer halben Stunde eingeschlafen. Doch die beiden schienen einen Mittelweg zu finden, der es beiden gestattete das Gespräch mit voller Aufmerksamkeit zu führen.
Nach einigen weiteren Stunden M%!@*@, in denen sich die beiden unterhielten, kamen sie schlieslich, es begann bereits zu dämmern, am Portal an. Es war nicht mehr wiederzuerkennen. Um das Weltentor war ein riesiges Fort aus Holz erbaut, dessen Mauern mit einer türkisen Flüssigkeit bestrichen waren, die es um ein vielfaches härter machten und es gegen Feuer schütze, bestrichen. An den Ecken des Lagers, das den Grundriss eines Septagrammes hatte, waren Wachtürme eingebaut, die die vier Meter hohen Mauern um weitere sieben Meter überragten. Im Inneren waren zwischen dem Zeltmeer schon einige Holzhäuser zu sehen. Zur Linken des Portals war eine Brunnen, den einige Zwerge unter Anweisung und mit Geräten der wenigen Gnome, die unter den Leuten waren, gegraben hatten. Er reichte mehrere hundert Meter tief, da Wasser, die Quintessenz des Lebens, sich mit der Verderbnis des Landes auch immer weiter zurückgezogen hatte.
Eldin lies sich mit seinen Gefährten an einer freien Feuerstelle nieder. Sie packten ihr Gepäck aus und es sollte ein unterhaltsamer Abend werden. Eine der Waldläuferinnen von Generälin Windrunner kam auf sie zu.

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  • 6. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:38:13 PST
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Alle richteten ihre Blicke auf. Sie trug einen blattgrünen Umhang mit Kapuze, über dem ihr goldenes Haar lag und eine braune Lederausrüstung die bei den Knien in einem Rock endete. Auf dem Rücken hatte sie einen Bogen und einen Köcher, beide mit eisernen Blätter prächig verziert. An ihrem Gürtel hing ein feingeschmiedetes Schwert. Eldin, obwohl er erst vor drei Wochen Quel´Talas verlassen hatte, kam dieses Gesicht unter den Sterblichen nicht mehr normal, sondern einfach nur bezaubernd vor. In Quel´Talas hatte keine Elfe, so schön sie auch war, seinen Blick derart gefangen. Satore war auf ihre Art schön wie die Elfin auch, doch es waren zwei komplett verschiedene Arten der Schönheit."Die Generälin wünscht, dass ihr mit ihr zusammen zu Abend esst."richtete sie Eldin aus. Er schaute in die Runde. Die vier Männer starrte immer noch wie gebannt auf die Elfenfrau, doch Satore sah ihn an, auf eine Art und Weise, die durchblicken lies, dass sie wollte, dass er hier blieb. Doch Eldin erhob sich und folgte der Elfe. Es war unklug der Waldläuferin einen Wunsch auszuschlagen. Den traurigen Blick von Satore sah er nicht mehr.
Er und die Elfe liefen durch die Burg bis sie, am anderen Ende an einem, mit Gold und Silber geschmücktem Zelt, auf dem Runen für eine geruhsame Nacht aufgemalt waren, ankamen. Vor ihm saßen ungefähr ein Dutzend Hochelfen, davon überwiegend Frauen. Dies hatte nichts mit Rollenaufteilung innerhalb der Gesellschaft der Hochgeborenen zu tun, da es so etwas dort nicht gab. Frauen und Männer hatten exakt die gleichen Rechte. Die weiblichen Hochelfen waren einfach hilfsbereiter, loyaler und dankbarer als ihre männlichen Gegenstücke, und deshalb hatten sich auch mehr von ihnen gemeldet, ihrem alten Verbündeten, dem Stamm von Arathor, jetzt Teil der Allianz, beizustehen. Alle hier versammelten Elfen hatten bereits die Trollkriege miterlebt. Eldin war der einzige der noch in den Vandri, den ersten hundert Jahren seines Lebens, steckte. Normalerweise verlies ein solcher Elf Quel´Talas nicht.
Eldin setzte sich in den Kreis der anderen, und legte sich ein Stück Fleisch auf den Grill über dem Feuer. Er nahm dafür ein anderes Stück, das bereits durch war, auf seinen Teller. Er aß und hörte den anderen dabei aufmerksam zu. Nach einer viertel Stunden fing er ein Gespräch mit der Elfe, die ihn vorhin geholt hatte, an. Sie hies Shindra, und kam aus einem Dorf, östlich von Silvermoon. Sie hatte bereits in den Trollkriegen, dem ersten, und dem zweiten Orckrieg unter der Führung von Lady Windrunner gekämpft. Sie war eine Veteranin und ihr Treffsicherheit stand der der Nachtelfen in nichts nach wenn sie sie nicht sogar übertraf. Einmal alle fünf Jahre fand in Silvermoon ein Bogenschieswettbewerb statt, dem Eldin ein paar mal zugesehen hatte und an dem auch Shindra teilgenommen hatte. Die Schützen erlegten mehrere Vögel mit einem Schuss, trafen die Pfeile, die ein anderer abgeschossen hatte im Flug und durchschossen mehrere Bäume hintereinander. Sie waren der Perfektion im Bogenschiesen so nahe wie nur irgend möglich. "Warum seit ihr hier, mein junger Freund?" fragte Shindra Eldin." Ihr seit noch nicht mal aus den Vandri raus und lauft so weit von zu ahsue entfernt rum?" "Ich bin hier um zu lernen und zu entdecken?" antwortete er. Shindra grinste. Die ganze Erhabenheit die sie vorhin noch aufgesetzt hatte war gröstenteils von ihr abgefallen. Unter ihresgleichen waren Hochelfen auch sehr gesselig, aber die anderen Völker wussten das nicht da sie in solchen Momenten nie zugegen waren. "Die Bibleotheken von Quel´Talas hattet ihr sicher noch nicht alle durchgelesen?" fragte sie weiter. "Ja aber Magie in der Form in der man sie dort studiert trifft man in der realen Welt selten so rein" erwiderte er." Die Magie die man hier trifft ist ein Gemisch aus allen möglichen Arten von Magie, in unterschiedlicher Zusammensetzung. Alles was man in Quel´Talas über das, was ich weis, hinaus lernt sind theoritische Zustände, die man künstlich herbeiführen muss. Wenn man sie heraufbeschwört und richtig leitet sind sie verheerend. Doch praktisch einsetzbar sind die meisten nicht." "Ich habe keine Ahnung von Magie" sagte Shindra und lächelte,"aber wenn ich mit meinem Bogen schiesse meinen viele ich würde Zaubern". "Ja ich habe gesehen, wie gut Bogenschützen wie -darf ich du sagen- sind". Unter Hochelfen war es eine Zeichen von Sympathie, wenn man einem anderen erlaubt ihn zu duzen. Und einen Hochelf ohne Erlaubnis zu duzen wurde als schwere Beleidigung aufgefasst. Wenn sie von Sterblichen so angesprochen wurden, war es nicht weiter schlimm, da die Hochelfen sie eh alle für unzivilisiert hielten. Eldin unterhielt sich noch eine ganze Weile mit Shindra und er mocht sie.
Gegen Mitternacht zog ihn Alleria auf ein Wort zur Seite. "Wir haben ihm Nordwesten Orcs entdeckt." eröffnete sie ihm
"Unsrer Heere sind abm@*!*%bereit, aber die Burg mit wenigen Männern dazulassen wäre unklug. Wir tappen immer noch im Dunkeln wo die Orcs alle sind und was sie machen. So lange wir das nicht wissen wäre es dumm loszuziehen und möglicherweise in eine Falle zu laufen. Ich habe schon genug Hinterhalte gestellt, um einen zu erkennen." erklärte sie weiter. "Da wir eine Burg als Operationsbasis haben ist der nächste Schritt, den Feind auszukundschaften um seine taktischen Stellungen und Verbände ausfindig zu machen. Und da kommt ihr ins Spiel. Wir werden keine Leute mehr, wie bei den Umgebungserkundungen, einzeln losschicken. Kleine Gruppen haben den Vorteil andere Späher auszuschalten und sollte die Gruppe aufgegriffen werden, kann einer entkommen und die Informationen gehen nicht verloren." Eldin lauschte gespannt. Ihm war klar worauf das hinauslaufen würde. Ganz Dreanor zu durchkämmen bis jeder Fels und jeder Baum gesehen wurde, um bei den Schlachtplänen Zufälle weitgehend ausschliesen zu können. Doch dass sie ihm dies direkt mitteilte erschien ihm sonderbar. Alleria hatte eine weitere, tiefgründigere Absicht, die sie nicht äusern wollte. "Ich habe gehört ihr habt bereits eine Gruppe erfolgreich geführt. Diesmal wird ein erfahrener Späher euch begleiten und euch während der Reise alles über Kundschaften beibringen. Diese Menschen sind allesamt Grünschnäbel, die sehr grob vorgehen." Damit war das Gespräch beendete. Eldin verabschiedete sich bei Shindra und ging dann zu seinem Zelt, dass er sich mit seinen fünf Gefährten teilte.
Als er ankam legte er sich gleich zu Bett, da die anderen schon schliefen. Nur Satore lag noch wach. Sie hatte die ganze Zeit über diesen unnahbaren und dabei doch so - sie fand kein besseres Wort - menschlichen Elf nachgedacht. Er machte sich Freunde nur um ihnen später eiskalt vor den Kopf zu stoßen. Sie wurde aus ihm nicht schlau. Doch Eldin merkte davon nichts und schlief ein. Die Zauberin lag noch lange wach.
Der Achte Tag in Dreanor war vergangen.



Kapitel 6: " Fixpunkt: Nordstern"

Am nächsten Morgen wurde das ganze Lager von einem lauten, nachhallendem Gong geweckt. Langsam, aber zielorientierd, krochen die Leute aus ihren Zelten, gingen zum Brunnen und zum Vorratslager um Essen und Trinken für ein Frühstück zu holen. Eldin schlief noch länger, da er am Vortag lange wach war. John und Mulkur machten vor dem Zelt Feuer, während die anderen drei Wasser, Essen und Geschirr holten. John versuchte verzeifelt das Feuer in Gang zu bringen. Aber die Feuersteine, wie er einen bekommen hatte waren ihm nicht vertraut. Als die anderen zurückkamen sah Satore John nur lächelnd an und lies das aufgeschichtete Holz mit einem Fingerschnipp entflammen. Der Geruch von geröstetem Speck und Spiegelei lockte Eldin schlieslich aus dem Zelt und er setzte sich zu den anderen. Sie aßen gerade ihr Frühstück als ein Bote mit einem Brief ankam und ihn an Argosch überreichte." Die Soldaten, mit den folgenden Dienstnummern haben sich zur zwölften Stunde bei dem ihnen zugewiesenen Leutnant für eine Mission zu Erkundung des Landes und der Sondierung des Feindes zu melden." Hies es in dem Brief formal. Anbei war eine Liste mit den Nummern der sechs Gefährten. Sie aßen auf, packten ihre Sachen, einschlieslich Zelt, ein und machten sich auf den Weg zum Offizierszelt. Dort wurde ihnen gesagt sie sollten drausen vor der Burg zu einem gewissen Punkt gehen, wo ihr Leutnant m@*!*%bereit auf sie warten würde. Sie befolgten diese Anweisungen und gingen durch ein Gewirr aus Leuten aus der Burg.
Dort stand, in Gedanken versunken, Shindra mit Rucksack und Waffen, und wartete auf sie. Den zwei Menschen und den Zwergen fiel die Kinnlade herunter, als sie sie sahen. Eldin richtete das Wort an sie: " Ähm....bist du der Leutnant für uns?" Sie nickte und zeigte auf John, Argosch, Mulkur, Eldin, Nandor und dann auf das Gepäck das neben ihr lag: "Ihr tragt das Gepäck, ich die Verantwortung" "Und Satore?" fragte Mulkur. "Ich nehme an ihr werdet ihr die Last mit größtem Vergnügem abnehmen, Kavalliere wie ihr seid." gab sie zurück. Satore grinste nur und gab Nandor einen Tritt in den Hinter: "Komm, da geht noch mehr. Die Tasche da drüben ist auch noch für dich." Von den Männern kam heftiger Protest doch Shindra brachte sie schnell zum schweigen." Dann zogen sie, die zwei Frauen vorran und die anderen, die das Gepäck schleppten, hinterher, nach Norden los. Je weiter sie liefen desto mehr verwandelte sich die trockene Staubwüste in eine hügelige Feslandschaft, die auch nicht freundlicher aussah. Zwischen den Steinen wuchertern karge Sträucher und knorrige Bäume. Ab und zu hörte man kleine Tiere durch das Gebüsch flitzen doch ansonsten blieb es ruhig. Hier schien nicht viel Regen zu fallen. Die Gruppe mars-chierte durch die monotone Felswüste, bis es gegen die zweiunddreisigste Stunde dunkel wurde.

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  • 7. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:39:18 PST
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Dann machten sie Halt. "Ein Zelt werden wir nicht brauchen, es wird nicht regnen." meinte Shindra, während sie den Himmel anschaute und ein wenig im Wind schnupperte. "...Erfahrung" fügte sie hinzu als Nandor sie fragend anschaute. "Und Feuer werden wir auch keines anmachen. Und Nachtwachen werden aufgestellt" "Was wieso kein Feuer? Das is doch so schön! Und warum Nachtwache? Hier ist eh niemand und ich brauche meinen Schlaf" murrte Satore. Die anderen rollten mit den Augen und Shindra klärte sie leicht gereizt auf: "Ersten: Feuer fällt auf. Und Späher sollen nicht auffallen. Zweitens: Nachtwachen, meine Liebe, sind dafür da, dass du nicht mit einem Messer im Bauch und einem Orc über dir aufwachst. Ich mache das jetzt schon seit achtausendneunhunderteinundvierzig Jahren. Ich weis einigermaßen was ich tue und vor allem wie." Dann nahm sie eine blaue Kugel aus ihrem Rucksack und klopfte mit dem Finger drauf. Die Kugel fing an zu leuchten. Das Licht war künstliches Sonnenlicht, so weit es den Hochelfen eben gelungen war jenes zu imitieren. Der Vorteil gegenüber Fackeln war die Tatsache, dass diese Kugeln ihr Licht so ausstrahlten, dass es nach ungefähr zwanzig Metern nicht mehr zu sehen war. Es wurde von der Luft selber absorbiert. Daher war die Chance, in der Nacht auf grose Entfernung entdeckt zu werden, sehr gering. Shindra packte auch eine Karte aus, die gröstenteils weiß war. Nur in der Mitte war ein kleiner Fleck, der mit geographischen Angaben versehen war. Ein roter Strich ging von dort aus in Richtung Norden ein bisschen östlich an einem kleinen Totenkopf, der im Nordosten eingezeichnet war, vorbei. Der Totenkopf signalisierte die vermuteten Orcländer." Wir sollen so weit wie nur möglich nach Norden vorstossen und, sobald sich die Möglichkeit bietet, nach Westen beidrehen um dort Informationen über die Grünhäute zu sammeln. Bis wir abbiegen sollte die Reise ungefährlich sein und ich kann euch Dinge über Kundschafterei beibringen, danach wird es ernst." verkündete Shindra. Danach fielen die fünf Männer, die vom Tragen der Last erschöpft waren, sofort in tiefen Schlaf. Die zwei Frauen unterhielten sich nicht. Die Elfe war abweisend wie immer und machte Notizen auf der Karte, über die wenigen Dinge die auf dem heutigen Weg wichtig waren. Satore legte sich nun auch schlafen. Shindra war noch bis spät in die Nacht wach und plante geistig ihre Reise.
Am nächsten morgen wurden sie unsanft von der Waldläuferin geweckt, schlangen ihr Essen hinunter und machten sich auf den Weg. Der Tag war, wie der vorherige recht ereignislos, aber weil das Gelände zunehmend schwerer zu passieren war, mussten die Frauen ihr Tempo drosseln. Nun konnten auch die Männer, die nun Kraft zum reden übrig hatten, sich unterhalten. "Mein Gott, für so was hatten wir früher Pferde. Die Orckriege waren nicht so ein dreckiges Geschleppe. Damals gab es um jede Ecke ein paar Grünhäuter zum Zeitvertreib." regte sich John auf. " Ja, und deshalb habt ihr auch so gut gekämpft. Hätten sich die Orcshäuptlinge nicht untereinander gestritten wäre es vorbei mit euch gewesen. Ihr hättete den Krieg verloren." bemerkte Eldin spöttisch. "Und wie lange hätte Quel´Talas sich halten können? Ihr hattet bereits Probleme mit den Trollen, wie wollt ihr dann der Horde standhalten?" fragte Nandor." Ach, das war was ganz anderes" sagte Eldin und winkte mit der Hand ab."Ironforge hätten diese Bastarde nie bekommen." meinte der Argosch störrisch." Ich verstehe nicht warum sich alle wegen diesen grünen Pfeifen in die Hose machen? Ich weis noch damals in Angband. Das war was....." Die Männer, allen vorran John und Argosch, schwelgten nostalgisch in Erinnerungen von Schlachten, an denen sie teilgenommen hatten. Eldin hörte nur zu, da er noch nie in einem Krieg war. Doch das, worüber die anderen berichteten hörte sich nach etwas Erstrebenswertem an. Sie erzählten von Mauern, die sie stürmten, von Kameraden, denen sie den *@#%# geretter hatten, und: Orcs - ja - je gröser er war und je böser er aussah, desto mehr erzählten sie über ihn, wie über eine Trophäe, die sie beim Jagen erlegt haben. Schlieslich kamen sie auf die Familien zu sprechen. Johns Vater war ein Soldat, seine Mutter eine Seidenhändlerin, und sie kamen aus dem Gebiet um Stratholme, einem herrlichem Land. Ihm lag das Kämpfen im Blut, denn auch der Vater seines Vater war schon Soldat, und dessen Vater sogar hoher Offizier. Nandor war der Sohn eines Winzers, der an den Ausläufern des Alteracgebierges ansässig war, und seiner Frau. Er war vor neun Jahren dem Orden der Silberhand, einer Paladinenklave unter Führung des weisen Uther Lightbringer, beigetreten und war einer der besten Schüler. Die Lehre eine Paladins war lang und schwierig. Sie wurden in Waffenkampf, Taktik, dem Gebrauch der Magie des Lichtes, Heilkunde, Philosphie und vielen weiteren Dingen unterwiesen. Wenn man erst einmal zum Kreuzfahrer, dem Rang der dem Adepten und Novizen folgte, ernannt worden war, gehörte man zu den angesehensten Menschen in den sieben Königreichen. Die Paladine waren, neben den Kirin Tor, eine der beiden Säulen auf denen sich die Allianz stützte. Sie waren die Weisheit und die Magier von Dalaran das Wissen der Menschen. Argosch und Mulkur waren Vettern, beide Sprosse einer Familie, die schon Jahrhunderte treu hinter König Bronzebeard gestanden hatte. Mulkur war noch unerfahren im Krieg, er war nur einmal bei der Schlacht von Vetrack, einer Festung die zwischen Ironforge und dem Zugweg der Horde nach Norden lag, beteiligt gewesen. Die Horde hatte Vetrack schlieslich umgangen und Ironforge direkt angegriffen, da die Verluste auf Seiten der Orcs zu hoch waren. Mulkur wurde wegen seiner scharfen Augen und seiner Zielgenauigkeit geschätzt, die schon vielen Orcs zum Verhängnis wurden. Argosch hatte jeden der Orckriege erlebt und bei jedem treu in erster Reihe für Khaz´modan gekämpft. Er war einer der bekanntesten Veteranen und vom König höchstperönlich für seine Taten gelobt worden. Seine ruhmreichste Tat war die Beteiligung an der Zurückeroberung von Grim Batol unter Führung des Magiers Rhonin. Er hatte seine Rüstung damals mit den Schuppen gefallener Rotgrosdrachen aufrüsten lassen, was ihm bei den Zwergen den Namen "Drachenstreiter" einbrachte.
So vergingen mehrere Tage. Sie liefen immer weiter nach Norden ohne irgendjemanden anzutreffen. Die Männer erzählten sich ihre Geschichte und Shindra und Satore gingen, sich anschweigend, voran. Sie schliefen Abends schnell ein und frühs, nach dem Aufwachen, ging es zügig weiter. Die einzigen Unterbrechungen waren, wenn sie eine Rast einlegten oder Shindra ihnen die Feinheiten des Spähens erklärte. Fußspuren lesen, die Eigenen verwischen, das Wetter erahnen, Geräusche erkennen und Fallen legen gehörte zu dem, was sie ihnen lehrte. Satore, Eldin und Nandor brachte sie Faustregeln, nach denen Landkarten angefertigt wurden, bei. Ansonsten war sie nicht sehr gesprächig.
Alles in allem war er eine öde Reise. Oft sagte stundenlang keiner ein Wort. So ging die Reise voran und der elfte Tag in Draenor war vergangen.

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  • 8. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:40:22 PST
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Kapitel 7: "Feindkontakt"

Am zwölften Tag machten sie mittags spontan einen Stopp. Da noch keiner aus der Puste war und auch auch kein sonst üblicher Grund vorhanden zutraf, schauten sie alle Shindra an. "Wir sind nun weit genug nach Norden gelaufen. Östlich von uns befindet sich kein Orc. Nun ist es an der Zeit nach Westen abzubiegen." sagte sie und kramte die Karte aus ihrem Rucksack. Die anderen beugten sich vor um darauf sehen zu können. Die Hochelfin hatte viel weise Fläche ausgefüllt. "Hier sind wir." sie deutete auf einen Punkte, "und ich nehme an, dass die Orcs sich in diesem Gebiet hier aufhalten werden." Sie zog einen imaginären Kreis auf das weise Blatt, ein wenig westlich von ihrem Aufenthaltsort. Das Gebiet, dass sie meinte war riesig. "Aber es wird Wochen dauern bis wir das alles erkundet haben!" meinte Argosch. Shindra schaute ihn abschätzig an: "Wir sind nicht die einzigen Späher. Insgesamt sind zwei Dutzend Gruppen unterwegs. Satore ab hier werdet auch ihr Gepäck tragen. Wir müssen dauernd kampfbereit sein und wenn unsere besten Kämpfer aus der Puste sind ist das nicht gut." Satore schmollte und die anderen grinsten triumphierend. Dann verteilten sie die Lasten - Shindra nahm nach wie vor nichts auser ihren Rucksack - und gingen nach Osten, in das Feindesland.
Als sie weit genug gekommen waren machte sich eine Veränderung der Landschaft bemerkbar. Die felsige Einöde wich einer breiten Ebene, aus gelblicher Erde. in der noch vereinzelt kleine Grasbüschel wuchsen. Im Vergleich zu den anderen Teilen Dreanors wirkte dieser Abschnitt geradezu lebendig. Shindra schaute besorgt da sie hier keine Deckung mehr hatten, doch sie hoffte, dass sie die Feinde zuerst sehen würde. Nach zwei Stunden entdeckte sie fast schon nicht mehr sichtbare, tagealte Fusspuren, die offensichtlich zu einem Orc gehörten. Die Gruppe ging ihnen nach. Die Spuren waren schon fast verschwunden und Shindra verlor sie unterwegs sogar fast. Die Gräser um sie herum wurden immer mehr bis er schlieslich schon fast einer Steppe ähnelte. Gelegentlich sahen sie auch einen Baum oder Großwild. Gegen siebenundzwanzig Uhr sahen sie am Horizont eine winzige Rauchsäule aufsteigen. John und Argosch überprüften bereits ihre Waffen und Rüstungen auf Fehler als die Hochelfe sie auf den Boden der Tatsachen zurückholte: "Es wird weder getötet noch angegriffen. Wir sind lediglich hier um zu beobachten. Wir dürfen keine Präsenz zeigen." "Aber wir könnten den ganzen Posten doch einfach ausradieren." schlug Nandor vor. Manchen mag es verwunderlich sein, dass ausgerechnet ein Paladin dies sagte, doch zu dieser Zeit galten Orc als Bestien, Monster ohne Gefühle. Und da die Orcs keine Gnade gegenüber Kindern und Frauen, oder sonstige Grundregeln der Fairness an den Tag legten, war man in der Allianz ohne Ausnahme der Ansicht die Orcs seien alle zu töten, und wenn es seien musste auch noch so dreckig und hinterhältig. Nur ein toter Orc war ein guter Orc. "Und wenn morgen reisende Orcs vorbeikommen, den ausgemerzten Posten sehen und Alarm bei ihrem Anführere schlagen? Wie Argosch so schön gesagt hat könnte das hier noch Wochen dauern. Und mit Orcs im Nacken dauert es noch länger. Auserdem ist das ein Befehl!" sagte sie und machte deutlich, dass dieser Punkt geklärt war. "Allerdings müssen wir die Funktion und die Besetzung dieses Lagers herausfinden. Also werden wir noch ein bisschen hierbleiben."
Die Gruppe suchte sich eine Mulde in mittlerer Entfernung zum Orcdorf und spannten Schattenseide über das Loch, ein Stoff der die Farbe der Umwelt annahm, und nur aus der Nähe und bei genauem Betrachten konnte man den Trick durchschauen. Und nun begann die eigentliche Arbeit. In Schichten waren immer zwei Leute mit einer Ingstra-Kugel in der Nähe des Lagers, wobei einer Vorkommnisse meldete und der andere sie notierte. Bei Schichtwechsel wurden wichtige Sachen berichtet und die Liste übergeben.
Nach zwei Tagen kristallisierte sich heraus, dass es sich bei dem Orclager um ein einfaches Dorf handelte, dass Nahrung für die Orc-Heere lieferte. Doch ein Rätsel blieb noch offen. Etwas abseites der Häuser wurde aus Stein eine Art Platz gefertigt, mit einem Sockel in der Mitte und sechs kleinen Türmchen am Rand. Es blieb allen ein Rätsel wozu dies da war, nur Eldin hatte ein Vermutung. Am Mittag des nächsten Tages kamen zwei ranghohe Orcs in das Dorf geritten, sprachen mit dem ängstlichen Dorfältesten, den sie darauf hin anschrien, und ritten dann wieder weg. John und Mulkur, die gerade Schicht hatten, rannten in den Unterschlupf und erzählten sofort alles. Shindra überlegt kurz und befahl dann Mulkur hier im Lager zu bleiben und weiterhin ein Auge auf das Dorf zu werfen, während sie, Eldin, Argosch, Satore und Nandor den beiden Orcs folgen wollten. Sie packten rasch ihre Waffen zusammen und machten sich auf den Weg.
Die Orcs ritten nach Ostnordosten, und da sie Pferde hatten konnten die Sechs sie nicht einholen. So folgten sie ihnen lange zu Fuß, den Weg der Orcs anfangs am Staub am Horizont, und später an den Fußspuren ablesend. Obwohl das Land sonst so trocken war, hinterliesen die Hufe eines Pferdes hier zentimetertiefe Abdrücke in der feuchten Erde.
Am Ende des Tages hatten sie die Orcs eingeholt, die in eine auf einem Berg gelegene Burg gegangen waren. Es war bereits dunkel. Die Feste sah schwer befestigt aus und Wachen patroulierten auf den Mauern. Der Bau war einstöckig aber sehr groß in die Breite. In der Mitte trohnte ein mit rotem Leder bespanntes Kuppeldach, auf dem die Insignien der Orcs eingemalt waren. Im Umkreis gab es auch keinen Hügel, von dem aus man in die Burg einsehen könnte, deshalb war hier Fingerspitzengefühl gefragt. Eifrig zeichnete Satore die Strecke, die sie zurückgelegt hatten, und die Orcburg in ihre Karte ein um die genaue Position melden zu können und packte sie dann weg. Sie umkreisten in großem Abstand die Stadt. Dann nähertem sie sich einem Stück der Mauer, das nicht von Fackeln erhellt war. Shindra warf einen kleinen, prall gefüllten Beutel mit Wucht gegen die Zinnen, so dass er platzte. John zog ein Seil aus seiner Tasche und band einen Enterhaken an das Ende. "Was macht ihr da?" fragte Satore ahnungslos. " Wir werden den Orcs ein bisschen über die Schulter schauen. Was sie da treiben interessiert mich." entgegnete John. "Waaaas? Seid ihr Wahnsinnig. Da drinnen wimmelt es nur so vor Orcs. Das is zu riskant" sagte sie aufgebracht," Ich geh da nicht rein." Sie verschränkte ihre Arme trotzig. "Jetzt hör mir mal zu!" sagte Shindra wütend, drängte sie gegen die Mauer und stach ihr den Finger auf die Brust," Wir sind hier nicht zum Spass. Du hast dich für einen Krieg gemeldet. Ich hab gemerkt, dass du ein Weichei bist aber wir haben hier wichtigeres zu tun als uns mit deiner Angst auseinanderzusetzten. Du bist ein Klotz am Bein dieser Armee. Also reis dich zusammen und komm mit oder hau ab! Geh zum Portal und verzieh dich nach Dalaran wenn du willst? Ansonsten kletter über diese Mauer" Eldin schaute betreten zu Boden da auch er so darüber dachte. Sie hatten die Burg gesehen und das war ihm genug. Wen interessierte wieviele Orcs genau da drinnen waren. Satore schaute die Elfin an, als ob sie geschlagen worden wäre. Die Wachen auf der Mauer waren von dem Inhalt des Beutels, Sporen die bei Inhalation zu sofortiger Paralyse führten, betäubt. John warf den Haken über die Mauer und zog am Seil, so dass sich das Eisen zwischen den Zinnen verkeilte." Ihr zwei steht Schmiere!" flüsterte John Nandor und Argosch zu die beide nickten, "Keine Toten, schlagt sie k.o. und gebt ihnen dann das, dann werden sie sich an nichts erinnern." sagt John noch, reichte ihnen drei Fläschen und kletterte das Seil hoch. Shindra und Eldin folgten ihm, doch Satore stand noch unschlüssig da. Als die drei andern oben waren wollte John das Seil schon hochziehen, als die Magierin es ergriff und auch hinauf kletterte. Als auch Satore oben war zog Shindra das Seil hinter ihr hinauf und legte es auf die Mauer.
Nun standen sie zu viert mitten in Kal´dosch, einer der gröseren Festungen der Orcs, ursprüngliche Haupstadt des Shadowmoon-Clans, des Volkes Ner´zhuls. Die Mauer auf der sie standen hatte nach außen hin eine eineinhalb Meter hohe Brustwehr mit nochmal fünfzig Zentimeter höheren Zinnen drauf. Nach innen hatte sie keinen Fallschutz, war aber gut sechs Meter breit. Shindra wehte einmal mit ihrem Umhang und er verschmolz mit der Umgebung. John trank ein kleines Fläschen, dass um ihn herum eine unnatürliche Dunkelheit erzeugte, die die Schwärze der einsetztenden Dämmerung übertraf. Da Satore und Eldin keine solche Tricks auf Lager hatten mussten sie wohl oder übel warten. Der Krieger und die Waldläuferin schlichen davon und die beiden Zauberer waren auf sich allein gestellt. Mitkommen wollten sie nicht wirklich, da Satore Angst hatte und Eldin das ganze einfach zu riskant war. Die beiden setzten sich hin und warteten. Es war still und niemand war zu hören. Nur von ganz fern erklang das monotone Geräusch einer Schmiede. Satore kroch zu Eldin, schmiegte sich an ihn und legte ihren Kopf auf seine Schulter. Keiner sagte ein Wort. So saßen sie da und schauten sie den Sternenhimmel an, der hier in Dreanor um ein hundertfaches klarer war als in Azeroth. Satores Kopf drehte sich zu Eldin hin, und ihr Mund wanderte immer näher auf seine Backe zu. Dann ging sie mit den Lippen leicht nach vorne und hauchte dem Elfen einen Kuss auf die Wange. Er hob seinen Arm und legte ihn um ihre Schulter. Im sonst so kalten Herzen des Hochelfen breitete sich eine unnatürliche Wärme aus. Nach etwa zehn Minuten hörten sie aus dem Turm zu ihrer Linken, der die Mauern um zwei Stockwerke überragte, Stimmen grunzen. Die beiden blickten panisch umher und versteckten sich dann hinter einer Kiste. Zwei Orcs kamen aus dem Tor des Turmes und liefen die Mauer entlang, sich streitend.

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  • 9. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:42:43 PST
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Gleich würden sie den anderen betäubten Grünhäuter entdecken. Satore schaute Eldin ängstlich an und er dachte fieberhaft nach. Nicht töten nur betäuben....so einen Unterschied musste er noch nie treffen. Er hatte Zauber immer nach ihrer Tödlichkeit eingestuft und solche, die einen nur ausknockten, waren es in seinen Augen nicht wert gelernt zu werden. Doch dann kam ihm eine Idee. Er fokusierte seine Gedanken auf den Schild des einen Orcs, was nicht gerade leicht war, da Satore ihm ihre Fingernägel vor Angst in den Arm grub. Dann entlies er die kinetische Energie, die er in dem Schild aufgebaut hatte, mit einem Schlag und es flitzte zu den Hinterköpfen beider Orcs und fiel dann, wie die k.o. geschlagenen Orcs, lautlos zu Boden. Erleichtert atmete Eldin auf. Fürs erste war seine Haut gerettet. Doch was sollte er nun mit den Orcs machen? Satore, die wieder die Alte war, stand auf und durchsuchte die Taschen der Orcs. Was sollte da schon groß drinnen sein auser Gold und Essen, dachte sich Eldin und schüttelte den Kopf. Doch die Zauberin hatte gefunden, was sie gesucht hatte. Eine trübe Glasflasche mit braunem Inhalt. "Orcschnaps!" sagte sie angewiedert und goß den Alkohol über die Köpfe der beiden Krieger. Somit war auch das Problem der Beweisvernichtung gelöst. Eldin lächelte sie anerkennend an und sagte: "Gute Idee." Da die Orcs wahrscheinlich schon von der Ankunft der Allianz in Dreanor wussten, war es sehr wichtig sie in Sicherheit zu wiegen.
Nach weiteren zehn Minuten kamen John und Shindra zurück:" So wir haben gesehen, was wir wissen wollten. Zeit abzuhauen."Das liesen sich Eldin und Satore nicht zweimal sagen und waren froh als sie über das Seil aus der Burg kletterten. Jetzt mussten sie nur noch Nandor und Argosch einsammeln und dann nichts wie zurück in die Mulde, die ihr nun so sicher wie ein Schloss vorkam. Doch Argosch und Nandor waren nicht da. Shindra fluchte leise, aber heftig. Sie war von Anfang an dagegen gewesen, diese unerfahrenen Sterblichen, und auch den jungen Hochelf, mitzunehmen. Aber Alleria hatte es befohlen. Und Allerias Befehlen widersetzte man sich nicht. Sie schlichen sich nun ohne die beiden Vermissten in der Dunkelheit weg. Doch nach achtzig Metern sahen sie einen toten Orc am Boden liegen. Sein Schädel war von einem groben Schlag zerschmettert. Und weitere Orcleichen pflasterten den Weg in die Dunkelheit. Die vier rannten den Leichen entlang und sahen nach zweihundert Metern ein Licht.
Sie krochen dem Licht entgegen an mehreren Orcleichen vorbei, die alle durch schwere Schnitt- oder Schlagwunden getötet worden waren. Nun sahen sie, was sie so verwirrt hatte. Ein Dutzend Orcs, davon einige mit Fackeln standen vor einem kniendem Menschen der keine Arme mehr hatte. Aus den Stümpfen sprudelte Blut. Neben ihm lag eine Zwergenleiche, deren mattrot glimmende Rüstung keinen Zweifel über seine Idendität lies, mit mehreren Pfeilen im Rücken. Viele Orcs lachten böse über den Menschen, der vor ihnen kniete."Was tun hier?" schrie der Orc ihn in gebrochener Menschensprache an. Doch Nandor starrte nur zu Boden und ertrug die Schmerzen. Der Orc schlug ihm heftig mit der Faust auf den blutenden Armstumpf, doch der Paladin blieb, trotz der unsausprechlichen Schmerzen, stumm. Satore flüsterte John entsetzt an: "Wir müssen ihn da rausholen, die paar Orcs schaffen wir!!!" "Nein.......nein das werden wir nicht." antwortete John leise mit trauriger Stimme. Dann hörten sie, wie eine schwere Waffe gehoben wurde, und das Pfeifen der Luft mit dem folgendem dumpfen Geräusch sagte ihnen, dass Nandor nun auch tot war. Eldin, Shindra, John und Satore gingen davon.
Argosch und Nandor waren von einer großen Gruppe Orcs überrascht worden, und taten schnell so als würden sie die Mauer zum Einsturtz bringen wollen, um keinen Verdacht auf ihre Freunde zu lenken. Danach rannten sie von der Stadt weg um ihnen mehr Zeit zu geben. Doch schlieslich wurden sie von den Orcs überwältigt. Argosch, der schon an die zwanzig Orcs getötet hatte ging mit sieben Pfeilen im Rücken, davon zwei in der Lunge und der letzte im Herz zu Boden. Nandor fingen sie lebend doch auch sein Leben war bald beendet.
In der Nacht vom fünfzehnten zum sechzehnten Tag in Dreanor waren die ersten Opfer eingefordert worden.


Kapitel 8: "Post mortem"

Die Vier gingen zum Lager, wo Mulkur noch wartete, zurück. Es war bereits hell, als sie ankamen. Mulkur erblickte sie und rannte auf sie zu." Wo sind Nandor und Argosch?" fragte er aufgeregt. John schaute ihn an und begann: "Sie sind...sie..." "Sie sind tot" sagte Shindra mit dem Taktgefühl einer stumpfen Axt und einer frostigen Stimme. Der Zwerg stand da, wie vom Blitz getroffen. "Was? Wie? Aber ihr.....ihr wart doch bei ihnen!?" "Wir haben uns unterwegs kurz getrennt. Orcs haben sie beide erwischt und getötet." sagte die Elfe. Die anderen schwiegen nur. "Orcs !!! Dieses dreckigen, grünen Bastarde haben ihn umgebracht? AARRGGHHH" er schrie wütend auf, packte seine Waffen und wollte in das Dorf rennen um den Tod seines Vetters zu rächen. Shindra schulg ihm von hinten mit der Handkante in den Hals, so dass er zusammenbrach. "Ihr Sterblichen seid alle gleich. Kaum stirbt einer läuft der Rest Amok." meinte sie verächtlich. John und Satore funkelten sie böse an doch Eldin musste ihr zustimmen. Die Menschen, Zwerge und auch alle anderen Sterblichen hatten die Angewohnheit ihr Hirn in solchen Situationen gerne auszuschalten. "Wir brechen auf, hier haben wir alles gesehen, was wichtig war." sagte sie zu den anderen und befahl John den bewusstlosen Zwerg zu Schultern. Die anderen drei packten die Schattenseidenplane ein. Dann gingen sie los, weiter nach Westen.
John, mit Mulkur auf dem Rücken, lief mit Shindra zusammen voran und sie sprachen miteinander, da sich Shindras Meinung über John geändert hatte, weil sie gemerkt hatte, dass er zu mehr zu gebrauchen war als der Rest der Menschen. Eldin und Satore liefen hinter ihnen. "Warum haben wir Nandor nicht da rausgeholt?" fragte sie Eldin leise. Er schaute sie an. Er wusste, dass sie das früher oder später fragen würde, aber auch, dass sie die Antwort nicht verstehen konnte. "Wenn wir ihn da rausgeholt hätten, dann hätten die Orcs gemerkt, dass die beiden nicht alleine unterwegs waren. Die Orcs werden jetzt ohnehin Wachen aufstellen und sehr viel wachsamer sein, da sie wissen, dass die Allianz hier ist. Aber wenn sie auch noch uns gesehen hätten wäre bei ihnen ein regelrechter Verfolgunswahn ausgebrochen. Aber so wissen sie nicht, dass wir hier noch rumlaufen" "Na und. Was wäre daran so schlimm?" fragte sie schulterzuckend. Eldin schaute sie an. Sie war so naiv. Ja, naiv traf es am besten. " Je mehr die Orcs aufpassen desto schwerer wird es für uns unsere Arbeit zu erledigen. Und je besser wir unserer Arbeit schaffen desto leichter können wir die Orcs letztendlich besiegen." fuhr er fort. Sie begriff es immer noch nicht. "Hätten wir die beiden gerettet würden dafür beim eigentlichen Krieg hunderte Leute mehr sterben. Man darf solche Entscheidungen nicht nach Gefühlen bestimmen" "Woher willst du das wissen? Du hast so was doch noch nie gemacht!" fuhr sie ihn an. Eldin war überrascht. Satore schaute ihn an, als ob er Schuld am Tod von Nandor wäre. "Ja das stimmt, meine Liebe." sagte er, ohne sie anzuschauen. "Aber wenn du so alt bist wie ich, wirst du solche Dinge auch distanzierter sehen." Satore sah in verlegen an. Sie vergaß immer wieder, dass Eldin eigentlich bei weitem älter war als sie selbst. Da er so jung aussah fühlte sie sich immer, als ob sie mit einem Gleichaltrigen reden würde. Daraufhin schwieg die Frau und sie liefen weiter.
Gegen Abend, als es anfing zu dämmern schlugen sie, früher als gewöhnlich ihr Lager auf. "Ihr wart die ganze Nacht auf, ihr sollt schlafen. Unkonzentriet darf man solche Aufgaben nicht angehen." sagte Shindra ihnen. "Warum sagst du "Ihr"?" wollte Satore wissen "Weil ich schon Wochen ohne Schlaf ausgekommen bin." gab sie zurück und ging weg, um sich die Umgebung ein bisschen anzuschauen. Mulkur war noch immer bewusstlos. "Warum ist sie eigentlich so....kalt?" ich hab sie noch nie lachen sehen." fragte Satore Eldin plötzlich. John horchte auf. Der Elf räusperte sich." Ich weis es nicht genau. Ich bin nicht so alt wie sie, aber die meisten älteren Hochelfen sind so. Vielleicht ist es ein Preis der Unsterblichkeit." sagte er, seine Worte sogfältig abwägend." Aber du bist doch anders. Ich meine du bist auch ein #%!#%loch, aber du zeigst wenigstens manchmal, ganz selten, so was wie Gefühle. Shindra aber nicht. Sie ist nicht mal böse oder sauer. Das einzige was sie zeigen kann ist Verachtung." John lauschte nun auch angespannt. Es hat nur selten Sterbliche gegeben die über so etwas mit einem Elfen gesprochen hatten, weil die meisten Unsterblichen, die schon älter waren solche Gespräche strikt abblockten. Und junge Elfen traf man fast nie. Wer bei den Elfen noch in den Vandri war verlies Quel´Talas nicht. Und alle Elfen über den Vandri galten bei den Sterblichen schon als alt. "Ich habe mich das auch schon oft gefragt. Ich mag Sterbliche auch nicht." Die beiden schauten ihn böse an." Nichts gegen euch. Ich denke es ist weil....." Eldin machte eine Pause," ich weis nicht wie ich es sagen soll. Sie hat schon soviel Dinge, so viele Menschen, kommen und gehen sehen. Vor allem die Menschen neigen sehr stark dazu, ihre Ideale und Visionen für ihr Überleben oder Reichtum und Macht aufzugeben. Wir Elfen sind anders. Wir haben keine Angst vor dem Tod. Ihr seid so überstürtzt, so....dumm. Ich weis nicht wie ich es sagen soll. Shindra und alle anderen Hochelfen auch verachten die Menschen, weil sie ihr eigenes Leben über das stellen was eigentlich am besten für alle wäre. Ihr Volk ist ihnen egal, sie leben nicht für ein groses Ganzes. Ihr seid gierig und egoistisch." versuchte er zu erklären," Sie verachtet nicht euch sondern allgemein alle Menschen." Satore und John schauten ihn an.

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  • 10. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:43:46 PST
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Sie konnten verstehen, was er meinte, doch deswegen Leute regelrecht zu hassen erschien ihnen übersteigert. Sie aßen schweigend ein Stück Brot, etwas Dörrfleisch und schliefen dann ein.
Am nächsten morgen wurden sie von Shindra aufgeweckt. Sie fühlten sich erholt, nachdem sie elf Stunden durchgeschlafen haben. Shindra setzte sich zu ihnen und erklärte ihnen, was sie noch zu erkunden hatten. Dazu breitete sie eine große Karte auf dem Tisch aus. Es war nicht die Karte, die sie sonst immer dabei hatte. " Das ist eine verzauberte Karte. Alles was auf diesen kleinen Karten, von denen jeder Spähertrupp eine dabei hat, aufgezeichnet wurde, ist hier zusammengefasst." sagte sie feierlich. Die Karte was sehr seltsam. Es war ein Gewirr aus Abschnitten die erkundet waren auf einem weisen Untergrund. Die bemalten Flächen wuchsen ein bisschen weiter, wie ein Haufen Würmer der sich ziellos wandt. Eldin erkannte ihren Weg und merkte, dass alle Wege so angeordnet waren, dass sie sich ergänzten und nie schneideten. Auf diese Weise sollte das Feindland möglichst schnell erkundet werden. "Wir müssen nur noch zu diesem Abschnitt", sie deutete auf einen weisen Fleck auf der Karte," dann haben wir es geschafft." Sie schaute freundlich, ein Gesichtsausdruck, den John und Satore nicht von ihr kannten, und sie fragten sich, ob sie ihr Gespräch am letzten Abend belauscht hatte.
Nach einer halben Stunde wachte auch Mulkur, der aus der Ohnmacht direkt in den Schlaf übergegangen war, auf. Er war stinksauer wegen dem Knockout, den ihm die Elfin verpasst hatte und fauchte sie eine Viertelstunde lang wütend an. "Wenn du lieber gestorben wärst, bitte, das kann ich nocht arrangieren." sagte sie tonlos zu ihm. Er murmelte noch ein paar Sätze über "die Ehre meines Vetters" und danach hatte er nichts mehr zu sagen. Da sie gut im Zeitplan lagen frühstückten sie in aller Ruhe. Alle Späher sollten in fünf Tagen zurück sein, doch Shindra meinte, dass sie höchstens noch drei brauchen würden. Als alle satt waren standen sie auf, packten ihre Sachen und gingen weiter. Sie liefen, zum ersten mal seit ihrem Aufbruch in einer Gruppe. Mulkur, der wissen wollte, wie seine beiden Gefährten gestorben waren, schauderte, als John ihm vom schmerzvollen Ableben Nandors erzählte. "Diese Schweine haben ihm echt beide Arme abgehackt?" sagte er kopfschüttelnd," Das müssen Höllenqualen gewesen sein. Warum haben sie ihn nicht einfach getötet?" "Wenn jemand deine ganze Familie ausrottet würdest du ihm den Segen des Todes auch nicht so schnell gönnen." sagte Shindra weise. Alle schauten sie an. Wie schon gesagt herrschte zu dieser Zeit die allgemein Meinung Orcs seien nicht wie andere Menschen oder Zwerge, mit Gnade oder Nachsicht zu behandeln, sondern einfach nur zu töten, ohne Rücksicht auf Hintergünde oder Fairness. Da die Orcs fast die ganze Menschheit ohne einen Hauch von Gewissen umgebracht hatten, wünschten selbst die größten Pazifisten und Moralapostel unter den Menschen ihnen einen schmerzvollen Tod an den Hals. Dass Shindra, eine eiskalte Kämpferin, für die Orcs Partei ergriff verwunderte sie schon sehr." Ihr seid alle gleich, die Menschen die Zwerge und die Orcs." erklärte sie sich," Ihr habt das nur schon hinter euch, wobei man nie sicher sagen kann ob so etwas wieder kommt." Alle, auser Eldin, sahen sie entgeistert an. Ja, er konnte verstehen was sie meinte. Zwar nur grob und ohne es selber nachzuvollziehen. Doch er verstand es. Krieg war ein ewiger Zyklus, genau so wie das Leben selber. Reiche wurden geboren, stiegen zu Blüte auf und versanken wieder in Anarchie. Da er und seine Hochelfengeschwister unsterblich waren konnten sie das ganze gewissermasen von oben betrachten.
Gegen Mittag konnten sie am Horizont einen großen, steilen Berg entdecken und Shindra versicherte ihnen gleich, dass dies der letzte Punkt auf ihrer Liste sei. Als sie sich ihm näherten konnten sie Feinheiten sehen. Es handelte sich um einen riesigen Felsen, der auf der ihnen zugewanden Seite steil abfiel. Auf der anderen Seite, die nicht ganze so steil war, führte ein enger Ziehweg den Berg hoch und verschwand irgendwann im Berg. Auf dem Berg selber, in hundertfünfzig Meter Höhe über der Ebene, trohnte eine Burg die sehr gut befestigt und zu allen Seiten gesichert war. Aus der Burg ragten schmale Türme auf, mit denen der Zaubererstadt Dalaran zu vergleichen. Der höchste Turm hatte keine Kuppel wie die anderen. Er war dick und abgeflacht doch über der Dachplattform war ein langer nadelförmiger Fortsatz, dessen Steinplatten lose, doch unverrückbar, in der Luft schwebten und sich im Kreis drehten. Im inneren des circa zwanzig Meter hohen, hohlen Turmes züngelte eine giftgrüne Flamme. Zwischen den Randplatten zischten lilane Blitze und Gasströme hin und her. Gelegentlich brachen manche solcher Wolken aus, schienen von der Flamme wegzuschiesn, um in einem Bogen wieder in den Kern zurückzufahren(ooc: wie Sonnenprotuberanzen). Das Bild war atemberaubend. Eldin spürte die Magie, die von diesem Ort ausging, knistern, und als er einen Seitenblick zu Satore warf sah er, dass auch ihre Haare zu Berge standen. Sie gingen immer näher auf die Burg zu und einen halben Kilometer vor ihr blieben sie stehen. Die Mäntel, die sie, als sie nach Westen beigedraht sind, von Shindra bekommen hatten, verhinderten, dass sie auf diese Entfernung gesehen werden konnten." Müssen wir da auch rein?" fragte Satore ängstlich." "Ich weis es nicht genau." gab Shindra zurück," Ich nehme an es reicht, wenn wir die Funktion und die stratetegische Bedeutung dieser Festung rausfinden. Noch mal können wir uns den Orcs nicht zeigen und diese Burg sieht auch besser bewacht aus." Die Magierin atmete erleichtert auf. "Aber wir werden sie auf jeden Fall observieren." fügte die Elfin hinzu. Alle stöhnten auf. Das bedeutete, dass sie wieder tagelang in einem erdigen Loch liegen, und die ganze Zeit durch die Ingstra-Kugel auf den Berg stieren mussten. Aber sie waren erleichtert, dass sie nicht in die Burg selber mussten. Vor allem Satore hing dieser Abend in Kal´dosch noch sehr nach. Eldin war der Meinung, dass die junge Frau hätte besser in Dalaran bleiben sollen, und diese Aufgabe Leuten, die sich auskannten, wie John oder Argosch, überlassen sollen.
Nun begann das alte Spiel von neuem. Doch sie wechselten sich nicht wie üblich ab. Eldin, der die erste Schicht hatte, war so fasziniert vom Anblick dieses Turmes, dass er auch die zweite, dritte und die vierte Schicht übernahm. Dieses Gewirbel aus purem Mana, das wusste er mittlerweile, hatte eine seltsame Anzieheungskraft auf ihn, als ob etwas, das schon lange Tief in seinem Inneren geschlummert hatte erweckt wurde. Hochelfen konnten sich, anders als die Sterblichen, Dinge die ihnen gefielen, wie einen klaren Sternenhimmel oder Naturbilder, Stunden- wenn nicht gar Tagelang anschauen. Aber auch Shindra macht sich bereits Sorgen, ob das, was Eldin gepackt hatte, nicht schon krankhaft war.
Doch nach einem Tag war ihnen klar, dass man hier nichts sehen würde. Sämtliche Räume schienen untereinander verbunden zu sein und nicht ein Gesicht zeigte sich an den Fenstern oder den wenigen Balkonen. So trugen sie die Burg einfach als das, was sie sehen konnten in die Karte ein. Turalyon sollte sich dann Gedanken über den Sinn der Burg machen. Nach zwei Tagen weiterer fruchtloser Observierung machten sie sich auf den Rückweg zum Portal wo sie nach einem Tag M%%!*!, ohne Zwischenfälle, ankamen. Eldin war die ganze Zeit über sehr in sich gekehrt. Dieser Turm, die Magiefeuer und die Aura der Macht liesen ihn nicht los. Er konnte fühlen, dass darin Mächte am Werk waren, die er sich nicht einmal vorstellen konnte. Er rätselte die ganze Zeit, was in der Burg verborgen sein könnte, doch er kam beim besten Willen nicht drauf.
Als sie schlieslich das Portal sahen war der zwanzigste Tag in Dreanor vergangen.

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  • 11. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:45:15 PST
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Kapitel 9: "Hunger"

Im Lager wurden bereits Vorbereitungen getroffen, den Kreuzzug gegen die Orcs zu Ende zu führen, und die Allianz entgültig vom Problem der Horde zu befreien. Die Generäle hatten nun detailierte Karten mit allen Stützpunkten, Nachschubwegen und Armeen der Orcs zur Hand. Doch eine Tatsache beunruhigte sie immer noch. Die Orcs legten eine bis dato unbekannte Passivität an den Tag. Obgleich der Kriegshäuptling schon lange wissen musste, dass die Menschen durch das Portal gekommen waren, unternahmen er keinen Versuch dieser Bedrohung vorzubeugen. Bis auf einige Späher, die die Allianz erwischt, befragt und hingerichtet hatte, zeigten die Orcs keine Anzeichen von Gewalt oder den Willen in den Krieg zu ziehen. Als ob sich das blutrünstigste und mörderischste Volk, das der Allianz bekannt war, über diese zwei Jahre zu einem Clan der Pazifisten gewandelt hätte. Doch der Zweifel ob die Orcs mit irgendetwas anderem, dass den Kundschaftern entgangen war, beschäftigt waren, stand immer noch im Raum. Aber die Entscheidung der Generäle wäre in jedem Fall die selbe gewesen: Die Orcs ein für alle mal Auszurotten und ihre Existenz aus dem Universum zu löschen.
Eldin baute sein Zelt auf und Satore fragte ob sie auch in dem Zelt schlafen könnte. Der Hochelf schaute sie erstaunt an, sagte aber ja. John und Mulkur teilten sich ein Zelt und Shindra war zu ihren Hochelfengeschwistern zurückgekehrt. Die vier aßen zusammen zu Abend. Ausnahmsweise gab es nicht das übliche Militäressen, sondern ein wenig Wein und auch frisches Fleisch und Gemüse. Das Brot schien frisch gebacken worden zu sein. Alles in allem war das Mahl herrlich. Wenn man tagelang nur trockenes Brot, gepökeltes Fleisch und Wasser hatte war das der Himmel. Nachdem sie gegessen hatten räumten sie ihre Sachen weg und setzten sich noch lange vor das Feuer. Satore kuschelte sich an Eldin und hörte den anderen zu. John schaute sich aufmerksam Mulkurs Flinte an: "So was habe ich lange nicht mehr gesehen. Und so gute Schieseisen erst recht nicht." "Tja.....made in Ironforge. Das Gewehr hat meinem Urgroßonkel gehört. Er hat damit in der Schlacht gegen die Dunkeleisen Zwerge gekämpft. Es ist ein Meisterstück. Er war ein bekannter Flintenmacher und hat selber auch einige geniale kleine Erfindungen gemacht. Er hat jahrelang daran gearbeitet. Der Lauf ist perfekt geschliffen, Kimme und Korn sind millimetergenau abgestimmt und der Abzug funktioniert reibungslos." meinte Mulkur stolz." Ihr Zwerge und euer Hang zur Waffenperfektion.... Immer wieder beeindruckend was dabei rauskommt."sagte John annerkennend," Mein Schwert habe ich mir selber geschmiedet. Ich finde es recht gut gelungen." Mulkur nahm es in die Hand schaute es sich an und murmelte zustimmend. "Gib mir bitte mal das Gewehr" bat Satore den Zwerg. Er schaute sie verwirrt an, warum sie wohl die Flinte sehen wollte, gab sie ihr aber. Von Waffen hatte die Magierin kein Ahnung, so viel wusste er. Satore legte das Gewehr in ihren Schoss und strich mit den Fingern darüber."Hmmmmm...ah..hier haben wir es ja!" sagte sie freudig. "Was haben wir?" fragte John." Das Gewehr ist verzaubert. Präzision und Feuerkraft sind erhöht. Wobei der Zauber gut versteckt ist. Es würde mich nicht wundern, wenn man mit diesem Gewehr Steine durchschiesen könnte." meinte Eldin tonlos. Satore schaute ihn beleidigt an, weil er ihr die Show gestohlen hatte. "WAS? Deshalb hat er so viele Schützenpreise abgeräumt! Solche Verzauberungen sind bei unserern Wettbewerben Verboten. Er hat also geschummelt..." sagte Mulkur entsetzt. Als das Feuer dann fast schon aus war, löschten sie es und gingen in ihre Zelte. Eldin legte sich auf seine Schlafmatte und deckte sich zu. Satore legte sich neben ihn und kroch mit unter seine Decke, die ziemlich gros war. Doch da Eldin an diesem Tag ziemlich weit gelaufen war fiel er schnell ins Reich der Träume. Er schlief an diesem ersten Abend, den sie wieder im Lager waren sehr unruhig und zuckte im Schlaf. In seinen Träumen tauchte immer wieder dieser Turm auf. Er wollte ihn sehen. Er musste ihn sehen. Es lies ihn nicht mehr los. Mitten in der Nacht wurde er, während einem besonders heftigen Anfall von Satore aufgeweckt. Eldin fühlte die Hand der Magierin auf seiner Stirn und sah ihren besorgten Blick. Er war schweisgebadet, und als er sich anfasste spürte er, dass er glühte. "Was ist los mit dir?" fragte Satore, die glaubte er sei krank, ihn ängstlich. "Ich...ich hatte einen schlechten Traum." sagte er langsam. Doch es war eine Lüge. Hochelfen hatten keine Träume. Ihr ganzes Dasein war zu sehr auf die Realität fixiert, als dass sie sich so etwas abwegigem wie Träumen hingeben würden. Und von diesem Turm, den er die ganze Zeit sah, wollte er auch nichts erzählen. Dann schlief er ein, aber die ganze Nacht durch sah er diesen Turm. Doch sein Körper hielt still, als ob er keine weitere Aufmerksamkeit mehr erregen wollte.
Am nächsten Morgen kroch Eldin früh aus dem Zelt und ging zum Portal. Der Rest der Burg schlief noch. Der Anblick des Weltentores hatte eine beruhigende Wirkung auf ihn. Er fuhr mit der Hand über die Oberfläche und spürte, wie sich die Energien dahinter wandten. Er hatte nicht in Erinnerung, dass es beim letzten mal genauso gewesen war. Komischerweise fühlte er jede einzelne Faser des Portals. Er hob seine Hände und ein kleiner Gasstreifen fuhr aus der Masse des Portals in seine Hände und er lies ihn in kleinen Kugeln um seinen Körper schiesen. Er spielte regelrecht mit den Manabällen. Mit einem Handwink lies er die Kugeln im Nichts verschwinden. Er schloss die Augen hob die Hand in die Höhe und lies in einem Stoß Energie aus ihr fahren. Als er aufsah erkannte er einen kleinen lila Funken, der in seiner Handfläche loderte. Eldin schürte den kleinen Funken mit arkanen Energien, so dass er zu einer fackelgrosen Flammen anwuchs. Dann stach er den Finger hinein und das Feuer splitterte sich in sieben Teile, die nach außen drifteten und die die Form einens senkrecht in der Luft stehenden Septagramms einnahmen. Zwischen den Eckpunkten spannte sich ein Netz. Doch nach wenigen Sekunden zitterte das Babyportal und kolabierte. Doch erschaffen hatte Eldin es. So kam es, dass es der junge Hochelf als erster, seit den alten Kaldorei schaffte ein Dimensionenportal zu erschaffen, wenn auch nur schwächlich und Unnütz, so war ihm das Prinzip nun vertraut. Eldin verbrachte noch einige Stunden bei dem Portal, immer aufs neue versuchend ein eigenes zu öffnen. Am Ende brachte er ein relativ stabiles Tor zustande, jedoch noch ohne Zielort.
Als die ersten Leute aus ihren Zelten kamen, flitzte er zu dem seinen zurück und legte sich hin. Er wollte nicht, dass die jemand mitbekam, dass er das Geheimniss des Portals geknackt hatte. Er legte sich wieder unter die Decke zu Satore. Im Schlaf legte sie ihren Arm um ihn. Nach vierzig Minuten wachte sie auf und John, der sich bereits ein Essen zubereitet hatte lockte die beiden mit dem Geruch von Spiegeleiern aus dem Zelt. Die Zauberin setzte sich und nahm ihr Essen dankbar entgegen und schaute Eldin an. "Was ist denn mit dir los?" fragte sie besorgt," Du siehst nicht gut aus. Bist du sicher, dass du nicht krank bist?" "Hochelfen werden nicht krank." murmelte er gelangweilt, während er einen Spiegel aus einer der Taschen zog. Satore schaute ihn giftig an. Eldin sah schrecklich aus. Das sonst so wunderschöne Gesicht war eingefallen und unter den Augen waren große Ringe, als ob er wochenlang keinen Schlaf hätte. Das einzige, dass noch wachsam aussah waren seine Augen, die grün wie eh und je funkelten. Doch die Pupillen hinter dem grünen Glimmen waren weit geöffnet." Ich habe doch schon gesagt ich hatte eine schlechte Nacht. So was passiert uns selten, nimmt uns aber umso mehr mit." log er Satore ins Gesicht. Als die anderen zu ihnen kamen reagierten sie genau so entsetzt über Eldins Äuseres. Doch es war ihm egal.
Nachdem sie fertig gegessen hatten saßen sie noch zu viert am Feuerplatz vor ihren Zelten und sprachen miteinander. John, Mulkur und Satore spielten ein wenig Karten, doch Eldin, dem dieses Spiel schlichtweg zu dumm erschien, war in Gedanken wieder bei dem Turm. Den anderen kam Eldin ein wenig abwesend vor, doch sie hatten sich bereits an dieses kurzen Zeiten der Abweisung seinerseits gewöhnt.
Gegen Mittag kam der letzte Spähtrupp zurück und die Heerfühere konnten ihre Angriffspläne vervollständigen. Wenige Stunden später wurden alle Freiwilligen aufgerufen, sich mit Ausrüstung und gefechtsbereit vor der Burg zu versammeln. Es war so weit. Die Streitkräfte der Allianz zogen aus um die Orcs entgültig zu vernichten. Eldin, Satore, John und Mulkur versammelten sich mit den anderen Kämpfern vor der Burg. Turalyon ritt mit seinem Pferd vor den Truppen auf und ab. Er hatte eine herrliche, glänzende Rüstung an, die mit Gold uns Silber verziert war. Auf seinen Rücken hatte er einen himmelblauen Umhang, über dem Ashkandi, sein legendäres Schwert, das bereits Ogrimm Doomhammer getötet hatte, hing. "Soldaten! Der Tag der Abbrechnung ist gekommen! Es ist an der Zeit die Orcs jenen Schmerz spüren zu lassen, den sie in unsere Welt getragen haben. Auge um Auge, Zahne um Zahn. Kämpft, kämpft wie ihr noch nie gekämpft habt. Für unsere Kinder und den Frieden, den wir zu erzwingen ausgezogen sind !!!" Die Soldaten schlugen mit ihren Schwertscheiden auf die Schilder und schrien laut durch die Gegend. In jedem einzelnen Wort klang eine Innbrunst mit, die es dem Zuhörer fast unmöglich machte, sich der Sache nicht anzuschliesen. Eldin konnte verstehen warum dieser Mensch die Heere der Allianz anführte und warum auch die Hochelfen ihn so sehr schätzten. Die Rede wirkte wie Adrenalin auf die Soldaten. Alles Zweifel und Ängste waren hinfortgeblasen.
Und dann setzte sich die Kolonne in Bewegung. Mehrere tausend Soldaten aller Rassen und Königreiche m%##*%ierten auf die Orcländer zu, vereint in dem Wunsch den Frieden in ihrere Welt mit Waffen zu verteidigen.

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  • 12. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:46:31 PST
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Eldin lief neben seinen drei Freunden her, die miteinander sprachen. Er selber sagte wenig, da er immer noch traumatisiert von diesem Turm war. Das Bild verfolgte ihn, was er auch tat und wohin er ging. Es war eine regelrechte Heimsuchung. Doch schlimmer noch als das Bild, war das Gefühl, das er mit ihm verband. Wie eine verschlingende Leere in ihm, die ihn langsam von innen einnahm "Stellt euch vor, noch einen Tag und es gibt keine Orcs mehr, keinen Krieg mehr und auch kein Töten." sagte Mulkur hoffnungsvoll." Ja...Frieden." sagte selbst John, von dem alle dachten, Krieg wäre sein Hobby" Ich werde zurück nach Stratholme gehen. Dort werde ich den Laden meiner Mutter übernehmen. Ich habe in den Südländern Stoffe gesehen, dafür würden die Leute bei uns ein Vermögen ausgeben." Von seiner rauen Art war nichts mehr zu spüren, als ob die Maske des verbissenen Kriegers mit einem Mal abgefallen wäre." Ich werde auf den höchsten Berg in Khaz´modan klettern und für Argosch ein Feuer anzünden. Alle sollen wissen, dass er gestorben ist." meinte Mulkur wehmütig. Satore sagte sie würde nach Dalaran zurückkehren und dort weiter lernen, bis sie zur Erzmagierin ernannt werde. Dann wolle sie durch die Welt reisen. Von den Nordmeeren Lordearons bis in die Jungle von Stranglethorn. Und sie wollte einmal zu den Zwergen in Northrend, dem Dach der Welt. "Dort" sagte sie, "will ich meine Reise beenden. Was ich dann mache weis ich nicht. Ich werde es bis dahin wissen. Und was machst du Eldin ?" fragte sie. Der Hochelf schaute sie an. Sein Gesicht sah nun noch kranker aus. "Wahrscheinlich bleibe ich noch hier, wenn die anderen zurückgehen. Hier gibt es noch so viel zu sehen. Azeroth kann ich mir danach immer noch anschauen." " Das Portal wird aber zerstört, wenn wir zurückkehren." meinte Satore. Eldin zuckte mit den Achseln. "Irgendwie werde ich es schon schaffen." "Aber-" wollte Satore einwenden. "Lass das einfach meine Sorge sein" sagte Eldin. Satore wollte nachhacken, doch dann überlegte sie es sich besser. Sie hatte keine Lust wieder solche sinnlosen Gespräche mit der Arroganz des Elfen zu führen. Später trennte sich die Armee in drei Teile, einen, der geführt von Turalyon und Kadhgar, direkt auf die Hauptburg zustürmte, der zweite, unter Kurdran Wildhammer sollte die südlichen Gebiete verwüsten und die Hauptstadt effektiv von Nachschub abschneiden, da die Zitadelle im Norden des Orclandes lag. Die dritte Armee, unter Danath Trollbane sollte die Hauptstadt umgehen, und, falls die Orcs die erste Armee auf freiem Feld stellte, die Stadt hinter deren Rücken erobern um sie einzukesseln. Lady Windrunner und die ihren sollten den Kontakt zwischen den drei Armeen aufrecht erhalten und Veränderungen bei den Orcs melden. Eldin und die drei anderen waren in der Hauptarmee.
Am Abend meldeten die Vortruppen, dass sie sich, wie geplant, einer größeren Stadt näherten. Turalyon nickte nur kurz, als ihm die Nachricht überbracht wurde. Als sie die Statd erreichten drehte er sich um und lies das Heer stoppen. Die Stadt war leer. "Ich will, dass nicht, dass nur ein Stein in dieser Stadt bis zu meinen Knien reicht !" rief er in die Menge Die Soldaten wollten bereits ihrem Handwerk nachgehen, und die Stadt fachmännisch bis auf den Grundstein schleifen, als Kadhgar sie zurückrief und mit einigen anderen Kirin Tor vortrat. Sie stellten sich nebeneinander und hoben ihre Hände, die anfingen rot zu glühen. Der Himmel über der Stadt verdunkelte sich und rote Lichtblitze leuchetetn durch die schwarze Wolkendecke über ihnen. Dann lies Kadhgar eine Stichflamme aus seiner Hand fahren und der Himmel öffnete sich. Tausende brennende Meteoriten stürzten auf die Orcstadt , zertümmerten sie, und liesen die Ruinen in Flammen aufgehen. Selbst das Gestein schmolz in diesem von den Magiern entfessletem Inferno.Die Soldaten schauten dem Zauberwerk ehrfürchtig zu. Ihre Methode wäre nicht weniger effektiv gewesen, aber nicht so spektakulär. Dann gingen sie weiter. Da es bereits spät war schlugen sie unweit der verbrannten Stadt ihr Lager auf.
Es war der zweiundzwanzigste Tag in Dreanor, und dir ersten Feuer des Krieges qualmten die ganze Nacht hindurch blutrot gen Himmel.



Kapitel 10: " Deserteur"

Als Eldin diese Nacht wieder neben Satore im Zelt lag konnte er nicht schlafen. Anfangs sprach er noch ein bisschen mit ihr, doch dann wurde sie müde. Sie gab ihm einen Kuss und schlief ein. Eldin spürte nicht die geringste Gefühlsregung in sich. Doch der Elf konnte nicht einschlafen. Er zuckte am ganzen Körper, als er ob er den ganzen Tag über nichts getan hätte und nun seine aufgestaute Kraft loswerden wollte. Doch der Grund war ein anderer. Das Verlangen, zu diesem Turm zu kommen nahm nun einen schmerzahftes Ausmaß an. Wie der Schmerz, wenn man tagelang nicht gegessen hatte, brannte auch dieser Schmerz in ihm. Doch er konnte und, zu seiner eigenen Verwunderung, wollte nicht fort, von seiner Pflicht, seinen Freunden und -vor allem- von Satore. Doch nach einigen Stunden, die er wach im Zelt lag und sich bewegte, konnte er es nicht mehr aushalten. Der Schmerz betäubte seinen Verstand und sein Unterbewusstsein forcierte den Trieb den Schmerz zu beenden und zu diesem Turm zu gehen. Er sprang leise auf, packte seinen Stab, zog seine Robe an und verlies das Zelt. Drausen lief er ein wenig vom Lager weg. Doch er wusste nicht wo dieser Turm war. Er hatte diesen Flecken Erde hier noch nie gesehen und hatte auch keine Ahnung in welcher Richtung der Turm lag. Er lief einfach drauf los. Sein normales, logisches Denken war dem Hunger nach dem Anblick dieses Turmes untergeordnet. Er lief und lief. Er machte keine Pause, aß nichts und trank nicht - er hatte eh nichts mitgenommen. Er rannte durch bis es schon hell wurde. Dann drehte er sich einen Moment um und sah ganz fern am Horizont eine kleine Rauchsäule aufsteigen, wahrscheinlich von den noch schmorenden Ruinen der Stadt. Er war so weit gelaufen, wie er es sich im Traum nicht vorstellen konnte, weiter als er je an einem Stück gelaufen war. Doch er fühlte das Stechen in seinen Lungen und die Schreie seiner Beine nicht. Er lief einfach weiter.
Nach Stunden erreichte er endlich einen Punkt, der ihm bekannt vorkam. Das kleine Dorf, das er mit Shindra und den anderen beobachtete hatte. Der Steinkreis war mittlerweile fertig gebaut worden, und mehrere alte Orcs mit Stöcken standen, umringt von einer Schaar Neugieriger, vor dem Altar. In den Sockel war eine dunkelgrün glimmende Kugel eingelassen. Wenn man in sie hineinschaute kam es einem vor als ob sie der Eingang zu einem langen Tunnel wär, und man kam nicht darum herum, sie gebannt anzuschauen. Kaum das Eldin die Kugel erblickte spürte er, wie sein Körper Energie, reines Mana, aufsog. Er fühlte sich ein bisschen satt, doch er wollte mehr. Anstatt seinem Hirn wieder die Herrschaft über den Körper zurückzugeben, beschloss Eldins Unterbewusstsein, dass es noch mehr arkane Energie brauchte. Er wollte seinen Hunger stillen. Doch die Kugel anschauen langte nicht. Er musste näher zu ihr hin, sie berühren, sie haben. Die Anwesenheit von mehreren hundert Orcs, darunter mehrere fähige Krieger und Hexer war irrelevant. Er nahm sich ein Beispiel an dem Exempel der Zerstörung, das Kadhgar ihm am Vortag gegeben hatte, verfeinerte das ganze aber noch. Die Orcs schauten überrascht auf die Kugel, die sich, aus ihrere Sicht, ohne Grund feuerrot färbte, und gingen besorgt näher. Sie konnten es sich nicht leisten dieses Artefakt zu verlieren. In einer gewaltigen Explosion entlud sich die wahnsinnige Macht des Hochelfen und eine Hitzewelle, ausgehend von der Kugel, verwandelte die Orcs binnen weniger tausendstel Sekunden in Asche. Das Eldin gerade ein ganzes Dorf ausradiert hatte freute ihn nicht einmal, er lief einfach nur auf die Kugel zu und nahm sie in die Hände. Er atmete einen mächtigen Zug ein, als die Energien seinen Körper durchliefen und ihn auffrischten. Dieses Gefühl war unbeschreiblich. Hundertmal betörender als Töten, und tausendmal besser als alles was die Sterblichen als Ekstase anpriesen. Er konnte wieder klar denken. Doch anstatt diesem Wahn abzuschwören beschloss er zu dem Turm zu gehen und dort weiter zu essen. Die Manawirbel um die Spitze waren wie ein Festmahl für ihn. Da er nun auch wieder wusste wo er war konnte er ohne Probleme den Turm finden.
Er lief wieder los. Den Aufschrei seines gefolterten Körpers, nach Ruhe und Erholung, unterdrückte er einfach. Eldin rannte mehrere Stunden zielsicher durch die Ebene und der einsetztende Ostwind wehte die Asche der toten Orcs an ihm vorbei, während er lief. Noch bevor er ankam sackte sein Geist wieder ab und der Hunger wurde stärker. Diese Kugel war nur ein Imbiss, dachte er sich und zwang sich nicht wieder die Kontrolle zu verlieren.
Und dann nach weiteren Stunden M!@!@*, sah er endlich den Turm. Er hielt inne. Der Anblick dieses Manasturmes, der an die Turmspitze gekettet war beruhigte ihn, wie eine kalte Dusche einen entkräfteten Menschen in der Wüste. Langsam ging er näher auf den Berg zu. Er spürte die unauslotbaren Energien die auf jenem Turm wüteten. Schlieslich kam er am Fuß des Berges an. Er überlegte gar nicht erst wie er nun auf den Gipfel kommen sollte, sondern nahm den Weg des geringsten Widerstandes und kletterte einfach den Berg hinauf. Unter normalen Umständen wäre ihm nicht nur die Höhe nicht gut bekommen, sondern auch der Gedanke sein Leben für eine derart unwichtige Sache wie Zeit, vor allem in einer Größenordnung von schätzungsweise fünf Minuten, zu riskieren. Doch die Leere in ihm trieb ihn an und überwucherte seinen Geist. Der Schmerz war so groß, dass sein aktives Bewußtsein zum Selbstschutz in eine Art Trance abtauchte. Beim klettern riss er sich den Umhang auf und zerschürfte seine Hände. Doch der physische Schmerz drang nicht bis zu ihm durch. Er war wie eine Tier, beseelt allein von dem Wunsch, einem primitiven Trieb, in dem Fall dem baaden in Magie, nachzukommen.

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  • 13. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:47:53 PST
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Er kletterte lange an diesem Berg, wie lange, das wusste er nicht, da er jedes Zeitgefühl verloren hatte.
Dann kam Eldin oben an. Er stieg auf einen Balkon und auf einen Wink seiner Hand hin öffneten sich die Fenster von selber. Er konnte sich noch erinnern, wie Shindra sich selbst in die Schatten der Umgebung einfügte, und versuchte diesen Vorgang in Gedanken zu rekonstruieren. Er testete einige Zauber, bis er einen gefunden hatte, der annähernd den gewünschten Erfolg zeigte. Dann schlich er durch den Raum, instinktiv den kürzesten Weg zum Manaturm suchend, durch die Räume. Er konnte die Anwesenheit anderer Zauberer fühlen. Schließlich näherte er sich der Haupthalle, die genau unter dem Turm lag. Als er in einen Gang einbog, der zum Turm führte, sah er am anderen Ende eine Masse Orcs stehen. Nicht nur Soldaten, sondern auch Frauen und Kinder. Eldin schlich sich, von seinem Schmerz getrieben, an den Orcs vorbei, den Gang, der zum Ausstieg auf das Dach, wo die Manapfeiler angebracht waren, entlang. Nach einigen hundert Metern auf der Wendeltreppe, die sich um die kreisrunde Haupthalle wand, waren keine Orcs mehr da, um die er sich herumquetschen musste. Als er schon recht weit oben war, erschien zu seiner rechten ein Fenster, durch das hindurch er in die Haupthalle schauen konnte. Dort waren hunderte, wenn nicht gar tausende Orcs versammelt. In den Boden in der Mitte war ein Steinkreis, ähnlich wie in dem Orcdorf, eingelassen. Doch in der Mitte war kein Sockel, sondern eine kleine Aushölung, von der aus ein lila Manaband zu Decke, und durch sie hindurch in den Energiewirbel, lief. Das Magieband wandte sich leicht, als ob es von einem Wind hin und her geweht würde. Vor dem Steinkreis im Boden stand ein Gruppe Orc-Hexer die sich nervös unterhielten. An einer Wand, hinter ihnen waren Vorräte, Waffen, Zelte und Ziehwägen gestapelt. Der Anblick warf Fragen auf, doch Eldin kümmerte sich nicht darum. Er rannte weiter die Treppe entlang bis er in einem kleinen Raum ankam, in dem eine weitere kleine Wendeltreppe, die einen mit zwei Umdrehungen auf das Dacht brachte, eingelassen war. Eldin bebte vor Erregung. Dann ging er die Treppe entlang und war schließlich in einem kleinen, überdachten Ausstieg. Nun trennte ihn nur noch eine schimmernde Wand aus roter Luft von dem Manawirbel. Doch auch dieses, wohl gegen magieunkundige Leute aufgebaute, Hindernis konnte ihn nicht aufhalten. Er lief einfach hindurch und die Magie, die wahrscheinlich töten sollte, kitzelte nur auf seiner Haut, was er aber nicht wirklich wahrnahm. Und dann stand er vor diesem Turm, der ihn tagelang heimgesucht hatte, der seinen Schmerz linder konnte, der ihn seine Freunde und seine Ehre hatte aufgeben lassen.
Und dann, gerade als er mitten im Sturm aus Magie stand, ertönte aus dem zweitgrößten Turm der Burg, der neben dem Magierturm erbaut worden war, ein unvorstellbar lauter, nachklingender Glockenschlag, der von anderen Glocken, über das ganze Land verteilt, erwidert wurde.In diesem Moment wurden die Eingeweide Dreanor auseinander gerissen und der Planet begann zu zerfallen. Die Erde brach auf und spie Magma, an anderen Stellen fiel der Boden ins grenzenlose nach unten und riss alles Leben mit sich. Manche Landstücke, von der Magie angestachelt, brachen aus dem Erdreiche und erhoben sich in die Lüfte, um als fliegende Inseln ihren Platz am Himmel einzunehmen. Eine Katastrophe ohnegleichen zerstörte diesen einst so friedlichen Planet. Ner´zhul hatte alle Portale in fremde Welten öffnen lassen, in dem Wissen, dass er Dreanor zwar vernichten, aber zahllose neue Welten erobern würde.
Es war der dreiunszwanzigste Tag in Dreanor und nach ihm war dieser Planet nie mehr der selbe.




Kapitel 11: "Exodus"

Unter Eldin, der gerade in der Magie badete, versuchten die Hexer verzweifelt das Portal in Gang zu setzten, doch sie schafften es nicht. Sie hatten Panik, da sie genau wussten was Ner´zhul mit Leuten, die versagten, machte. Doch Ner´zuhl war sekundär. Wenn sie nicht schnell von dieser Welt runterkämen wäre er ihnen auch egal. Ihr Leben war ihnen doch einiges Wert und deshalb waren sie hochmotiviert das Portal zum funktionieren zu bringen. Doch was sie auch versuchten, sie konnten das Portal nicht öffnen, da ihnen Energie fehlte. Doch ihre Berechnungen waren so präzise, die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich irrten war sehr sehr gering. Es musste einen anderen Grund haben. Dieser Grund seufzte gerade auf dem Dach, direkt unter der giftgrünen Flamme. Eldin fühlte sich wohl. Die Magie die ihn durchfuhr berauschte ihn. Er schaute sich in Ruhe um. Nun da er Magie verzehrte konnte er wieder klar denken und er war entsetzt über den Zustand seiner Kleidung. Er stand unter den, in einem Kreis fliegenden, Platten, die eine Flamme einschlossen, und zwischen denen Mana hin und her fuhr. Eldin stand auf einer ebenen Plattform die circa vierzig Meter Durchmesser hatte und von ein paar an den Rändern hervostehenen Türmen eingegrenzt war. Diese ganze Vorrichtung war nur erbaut wurden, um dem Portal genug Energie zur Öffnung bereitzustellen. Doch da Eldin einen Teil dieser Kraft für sich beanspruchte, funktionierte es nicht wie vorgesehen. Die Orcs überlegten fieberhaft hin und her was sie tun könnten, als endlich einer auf die geniale Idee kam, den Engeriezufluss zu überprüfen. Dazu ging er die Treppe auf das Dach entlang, um ebenjenes zu erklimmen.
Eldin stand immer noch auf dem Dach und entspannte sich in dem Magiewirbel. Als er jemanden die Treppe hochkommen hörte lächelte er und drehte sich um. Ein nervös schauender Orc stand in der Türschwelle und der Gesichtsausdruck brachte Eldin entgültig zum lachen. Der Orc konnte sich beim besten Willen nicht erklären was ein Hochelf auf dem Dach suchte, doch was er da tat war ihm klar. Deshalb konnten sie das Portal nicht öffnen. Nun ja...auch dieses Problem kann man lösen, dachte der Hexer, stieß seinen Arm nach vornen und eine Kugel aus Schatten entfuhr ihr. Eldin schaute nur amüsiert zu. Das Mana, das er soeben aufgesaugt hatte steigerte seine Macht, und vor allem seine Selbstsicherheit um ein vielfaches. Er machte eine lässige Handbewegung und die Kugel flog in den kollabierenden Himmel, aus dem gerade Stürme aller möglichen und unmöglichen Art hervorbrachen. Der Orc wollte seine Kameraden rufen, aber Eldin hinderte ihn daran, indem er ihm den Speichel im Hals kurzerhand gefrieren lies. Der Orc brachte kein Wort mehr heraus und hielt sich mit beiden Händen den schmerzenden Rumpf. Der Hochelf ging auf ihn zu, lies ihn mit einem Wink der Hand die Kniegelenke bersten, und umkreiste ihn mit einem spöttischem Lachen. Der Orc fiel auf die Knie, aus denen Blut strömte, konnte jedoch nicht schreien. Eldin kniete sich vor den Orc hin und schaute ihm ins Gesicht. Der Grünhäuter schaute flehend. Eldin hob seine Hand, lies sie mit der Hitze der Sonne selber aufglühen, und stach sie dem Orc durch den Brustkorb. Der Hexer fiel augenblicklich um und blieb tot liegen. Er blutete nicht, da die Wunden zugebrannt waren. Eldin stand über dem Leichnahm und lachte boshaft, was auch die Hexer einen Stock tiefer hörten. Auf dem Dach stand in grösenwahnsinniger Magier, der vor einer Leiche stand, während hinter ihm ein Planet kollabierte. Er war die Ruhe in Person und setzte sich wieder unter das Manafeuer, wie einer der sich hinsetzt um ein bisschen zu meditieren.
Dreanor war mittlerweile kurz vor seiner Auslöschung. Doch da ein Portal, ein einziges unter dutzenden fehlte, hielten noch wenige Lebensstränge die Eingeweide des Planeten zusammen, gerade so, dass sich die zerbrochenen Fetzten nicht in alle Richtungen ins Nether verabschiedeten. Aus genau diesem Grund sollte es Dreanor auch möglich sein noch einige weitere Male in den Mittelpunkt der Geschichte zu rücken.
Die Orcs unten waren nervös, sowohl die Hexer als auch die Zivilisten. Ein Orcsoldat gab seinen Gefolgsleuten ein Zeichen ihm zu folgen, und er und die Magier gingen die Treppe hinauf um nachzusehen, was nun kaputt war und warum sich Urkasch so verspätete. Eine kleine Schaar aus mehreren dutzend fähigen Kriegern und Zauberern setzte sich in Gang. Eldin saß gelassen im Magiesog und sonnte sich im Mana. Doch dann holten ihn plötzlich zwei Ereignisse zurück auf den Boden der Tatsachen. Zum einen mehrere Orcs, die aus dem Aufgang quollen, zum anderen gut zehn Enterhaken, die am anderen Ende auf die Plattform geworfen wurden und sich am Rand festhakten, weitere Orcs, vermutete Eldin. Doch die Orcs aus der Treppe hatten vorrang, da sie bereits zum Angriff ansetzten. Eldin schwang schnell seine Hände vor und zurück und ein Feuerwerk aus Energiegeschossen flog auf die Orcs zu. Die Geschosse wurden abgewehrt und die Überzahl der Grünhäuter machte dem Hochelfen ernste Sorgen. Sie stürmten auf Eldin zu. Hätte man ihm vor zwei Wochen gesagt, er würde sein Leben wegen so einem sinnlosem, primitivem Motiv wie Hunger wegwerfen, hätte Eldin ihn ausgelacht. Der Hochelf kämpfte mit der Mut des Verzweifelten. Doch die Orcs waren einfach zu viel. Der Tod....was ist das schon!, meinte der Hochelf und fegte zwei der Orckrieger mit einer Druckentladung von der Plattform. Wenigstens so viele Orc wie möglich mitnehmen wollte Eldin. Er tötet noch sieben weitere Gegner als es vorbei war. Ein Orc stand vor ihm und Eldin konnte, da er gerade einen anderen Hexer mittels Magie gebraten hatte, nicht mehr auf diesen reagiern. Der Krieger holte aus und wollte ihn im Magen durchstechen, um ihn noch so lange wie möglich am Leben zu lassen, um Schmerz zu fühlen. Doch dann sausten mehrere Pfeile hinter Eldin zielsicher in die Stirne je eines Grünhäuters. Der Hochelf drehte sich um und sah Shindra, John, Mulkur, Satore und circa zehn andere Hochelfenwaldläufer hinter sich stehen. Sie waren mit den Enterhaken, die Eldin für orcische gehalten hatte, auf die Plattform geklettert. Die Gruppe sprang ihm zur Seite und Satore rannte stürmisch auf ihn zu, umarmte Eldin und küsste ihn. Er stand wie gelähmt da.

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  • 14. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:48:55 PST
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Die anderen erledigten schnell die restlichen Grünhäuter. Doch währenddessen rannten immer mehr Orcs die Treppe hoch, da es sich bereits herumgesprochen hatte, dass der Grund ihrer Abreiseverzögerung auf dem Dach und durchaus zu töten war.
Shindra lief auf Eldin zu und schlug ihm mit der Faust hart ins Gesicht. "Du Idiot! Wegen dir sitzten wir jetzt hier. Welcher Trottel hat dich aus Quel`Talas fortgehen lassen. Man hätte sich an zwei Fingern abzählen können, dass du so was wie hier machst! Dein Großvater war nicht anders. Ja, ich kannte ihn!" fügte sie auf den erstaunten Blick des Elfen hinzu." Er war einer der Riesenochsen die Sargeras holten ! Du hast genau so wenig Hirn wie er, wenn nicht noch weniger! Und wir riskieren unseren !#**! nur um dich hier rauszuholen. Wir haben dich, seit wir hier sind aus aller möglichen Scheisse gezogen, aber du findest immer wieder neue. Alleria hat uns befohlen dich zu beschützen, weil du noch so jung bist. Ich hätte dich einfach abkratzen lassen. In irgend einer dunklen Ecke elendig krepieren; Das wäre ein gerechtes Schicksal für dich! Es gibt noch andere Leute auser dir; denk mal an die! Und das hier war die Krönung....!#**!loch!" schrie sie ihn laut an. Aus jedem Winkel ihres Gesichts sprach Wut und Hass. Und dann schlug sie im noch einmal mit voller Kraft ins Gesicht, so dass Eldin Blut spuckte und hinfiel. Shindra spuckte ihm ins Gesicht und wandte sich dem Eingang zu. Satore half ihm auf und er dankte ihr. Dann kamen auch die restlichen Orcs auf dem Dach an und alle machten sich bereit zu kämpfen. Sterben oder Sterben lassen.
Nun standen sie auf dem Dach der Hexerfeste In`kordan und mussten sich einer kleinen Armee Orcs stellen während rund um sie herum die Erde Lava spie. Wie auf einer Insel in der Apokalypse trug Eldin nun mit den anderen Gefährten seinen letzten Kampf aus.
Die ersten Orcs stürmten auf die Gruppe zu und immer weitere quollen aus dem Tor heraus. Viele fielen, von Pfeilen getroffen, schon nach den ersten Schritten um, oder wurden dann von John oder einem der Waldläufer im Nahlampf getötet. Doch es kamen immer neue Orcs nach. Die Gefährten wurden immer weiter auf den Rand der Plattform zurückgedrängt, bis sie schlieslich mit dem Rücken zum Abgrund standen. Es war wie der Kampf gegen die Hydra. Hatte man einen getötet kamen zwei neue Orcs auf das Dach. Auch diese so bemitleidenswerten Geschöpfe wurden von Angst um ihr Leben getrieben. Durch ihre dämonische Verseuchung wurde der ohnehin natürliche Überlebenstrieb um ein weites verstärkt. Wie auch ihre Meister war ihnen ihr eigenens Leben mehr als alles andere Wert. Nach kurzer Zeit war das ganze Dach mit Orc-leichen und auch einigen gefallenen Hochelfen bedeckt. John kämpfte von der Gruppe abgeschnitten einen verzwifelten Kampf gegen drei Seiten. Sein Schwert fuhr wie eine Sense durch die Orc-horden. Doch schlieslich wurde auch er von einem der Grünhäuter zu Boden gestreckt. Als er wehrlos dalag wurde sein Körper von hunderten Waffen aller Art zerfetzt. Mulkur wurde rasend, als er seinen Freund sterben sah. Er hieb seine Flinte einem Orc über den Kopf, dass seine Schädeldecke brach und packte seine beiden Äxte aus. Wie ein Irrer hackte er alle Arme und Beine die nach ihm gestreckt wurden ab. Doch auch seine Raserei wurde jäh durch eine Stichflamme aus der Hand eines Orc-Hexeradepten beendet. Er kam nie dazu seinem Vetter die letzte Ehre zu erweisen. Einer nach dem anderen fielen die Menschen und Hochelfen unter dem Ansturm der Orcs.
Eldin war das ganze gleichgültig. Nach dem Satore ihm wieder aufgeholfen hatte und er die Orcs kommen sah hatte er das naheliegenste getan. Er floh. Er hang sich an einen der noch am Rande der Plattform hängenden Seile und kletterte hinunter. Nach einer halben Minute stand er vierzig Meter weiter unten auf den Dächern der Burg. Nun war es an der Zeit zu testen ob er nur ein fähiger oder doch ein mächtiger Magier war. Er schloss die Augen setzte sich hin und fiel in tranceartige Ruhe. Dann hob er seine Hände und lies sie hell aufleuchten. Er reiste in Gedanken zwei Tage zurück, als er vor dem Portal stand und entfesselte einen arkanen Schock, so dass die Hülle dieser Dimension einen Riss bekam. Magie sprudelte aus dem Riss und Eldin machte sich sofort daran sie zu formen. Das dauerte seine Zeit und war nicht nur schwer, sondern auch sehr gefährlich. Seit den Kaldorei hatte es keiner in Azeroth mehr gewagt ein Dimensionentor zu erstellen (ooc: die Orcs zählen hier nicht, die sind Knechte der legion.) Ein kleiner Fehler konnte das ganze implodieren lassen und große teile der Welt in die Astralebenen hinausziehen. Doch Eldin war das egal. Er hatte die Wahl zischen dem sicherem Tod und dem Versuch ein Portal zu öffnen. Und falls er beim Scheitern Dreanor, das eh zerfiel, in die Luft jagte, war ihm das auch noch egal. Nach kurzem hatte die Magie bereits die Form einer Scheibe angenommen und es war an der Zeit sie mit dem Ziel, Quel´Talas zu vernetzten. Dies war der erste Schritt, der Eldin vollkommen neu war. Doch es lag ihm mehr oder weniger im Blut. Sein Großvater war maßgeblich daran beteiligt das Tor für Sageras zu öffnen. Er entlud einen weiteren Magiestoß durch den nun geformten Eingang des Portals und ein Loch bohrte sich durch Raum und Zeit. In Quel´Talas, an einem abgeschiedenem Ort in einem grünen und friedlichen Wald, abseits neugieriger Augen, kündigte eine kleine Druckwelle den Ausgang des Portals an und wenig später öffnete sich ebenjenes. Das Tor war fertig. Am Horizont sah Eldin, wie Landstriche nach unten wegbrachen. Der verschlingende Abgrund wanderte immer weiter auf In´kordan zu.
Auf dem Dach waren die meisten Soldaten der Allianz bereits gefallen. Nur nooch ein paar Hochelfen hielten dem Ansturm stand. Eldin sah eine kleine Gestalt, die das Seil, das auch er schon benutzt hatte, herunterkletterte. Es war Satore. Eldin schaute noch ein letztes mal hoch auf das Dach, wo Shindra mehr und mehr allein stand. Sie sah kurz runter, ihm direkt in die Augen, und verfluchte ihn jeden einzelnen schmerzhaften Tod zu sterben den sie kannte. Der Hass in ihrem Blick war kaum zu überbieten. Dann wollte der Hochelf durch das Portal treten und dies alles hier hinter sich lassen, wie eine Unterichtsstunde, die vorbei ist. Gewissen oder Schuld, ob der Niedertracht, das er seine Freunde im Stich gelassen hatte, empfand er nicht. Doch dann hielt er inne. Eines machte ihm noch Sorgen. Er wollte etwas aus dieser Welt mitnehmen. Etwas, ohne das er nicht leben konnte. Vor ihm war Satore schon fast auf dem Boden angekommen. Auf dem Dach oben starb nun auch Shindra, die sich in ihrem ganzen langem Leben nie geschlagen geben musste, von der Erde schlussselber besiegt als letzte, und die Aufmerksamkeit der Orcs wandte sich nun, da das Problem auf dem Dach gelöst war, auf Eldin. Der Anblick des Portals zauberte ihnen einen gierigen Ausdruck auf das Gesicht. Dort unten war ihre Rettung. Satore lies die Seile mit einigen Eissplittern kappen und die Orcs rannten über die Innenräume zum Portal, um aus der sterbenden Welt zu fliehen. Eldin schaute wehmütig auf die Spitze des Turmes. Er konnte diese ganze Magie nicht einfach zurücklassen. Es würde ihn sein Leben lang heimsuchen. Sein Blick fiel auf den Stab in seiner Hand. Er hatte schon seinem Großvater gehört. Und wie er nun wusste war auch er mit dem hochelfischem Makel der Magiesucht behaftet. Vielleicht bot sein Stab einen Ausweg. Eldin schaute die matt glimmenden Runen an. Einen Versusch war es auf jeden Fall wert, dachte sich der Hochelf. Satore kam auf ihn zugerannt. "Eldin ,bitte, wir müssen hier weg. Lass uns abhauen. Bitte !" flehte sie ihn an, da sie sich denken konnte was gerade in ihm vorging. Doch Eldin konnte nicht einfach gehen. Er hob seinen Stab in die Lüfte und tastete ihn nach magischen Verschlüssen ab. In der Mitte erspürte er ein Ventil. Wie konnte ihm das nur die ganze Zeit über entgangen sein? Er öffnete den Stab und das lila Gas, das um den Turm wirbelte wurde in einem Mahlstrom in den Stab hineingesogen. Die Runen blitzten nun in giftgrüner Farbe. Die Magie war in diesem Stab konserviert, dass spürte Eldin. Nun war er bereit durch das Portal zu fliehen. Die Erde begann gefährlich zu beben
Doch in diesem Moment kamen die ersten Orcs, die durch ein Fenster gestiegen waren, auf ihn zu Satore drehte sich um und schleuderte den Grünhäutern alles, was ihr Fähigkeiten hergaben, entgegen. Eis, Feuer, Wind und Blitze flogen auf die Orcs zu. Eldin drehte sich um um diese Welt entgültig zu verlassen. Er sprintete los. Ein Orc warf einen gewaltigen Tomahawk nach ihm. Eldin, den die Schaffung eines Weltentores und die Absorbierung der Manaströme erschöpft hatten, konnte keinen einzigen Funken Magie mehr aus sich herauspressen. Instinktiv hob er seinen Stab um das Geschoss abzuwehren. Der Aufprall schlug ihm seinen Stab aus der Hand und schleuderte ihn zwanzig Meter weite weg. Eldin bekam Panik. Satore hielt die Orcs in Schach, doch lange würde sie das nicht mehr schaffen. Eldin rannte dem Stab hinterher. Er rollte bedrohlich auf die Kante des Daches zu. Eldin hechtete sich und bekam ihn gerade noch zu fassen. Er sah kleine Risse, die sich durch den Stein fraßen. Erleichtert stand er auf und sah zu Satore hinüber. Er, das Portal und die Frau standen in etwa in einem Dreieck, wobei die Orcs weiter von Eldin und dem Tor entfernt waren. Eldin rannte auf das Portal zu. Er rief nach Satore und hielt ihr die Hand entgegen. Die Magierin drehte sich kurz um und nickte. Dieser Augenblick wurde ihr zum Verhängniss. Ein Orc rammte sie mit voller Wucht in den Bauch, so dass sie einige Meter zurückgeworfen wurde. Eldin rannte auf sie zu und sties dem Orc, der sie mit seinem Messer aufschlitzen wollte, den Stab in das Gesicht. Der Grünhäuter heulte auf und hielt sich beide Hände vor das blutende Gesicht.

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  • 15. Re: Hinter dem Dunklen Portal   20/11/2006 12:49:57 PST
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Ein unheilvolles Knacken unter ihnen lies alle, sowohl die Feinde als auch die beiden Zauberer für einen Moment ihren Kampf vergessen. Der schwarze Stein, aus dem die Burg errichtete war bekam große Risse, verformt von der ungeheueren Kraft, mit der die abbrechende Erde an der Statik der Feste ringte. Ein paar Türme stürzten ein und ein gewaltiger Riss fuhr durch das Dach, auf dem sie standen. Die Burg war dabei in eine Ruine zu zerfallen. Eldin betrachtete alles um sich herum. Die Orcs, die aus dem Moment des Erstaunens erwachten und auf ihn zustürmten. Das Dach, aus dem schon kleine Stücke herausbrachen und in die Tiefe fielen. Der Himmel, der scheinbar selber in Flammen stand. Die Erde, die sich unter Schmerzen wölbte und wand. Und Satore. Satore, die vor ihm auf dem Boden lag und sich vor Schmerzen krümmte. Wie gefesslt im Augenblick schaute Eldin sie an. Ihr Gesicht war trotz der ganzen Strapazen, die sie sichtlich mitgenommen hatten, nachwievor wunderschön. Tränen quollen aus ihren funkelnden Augen. Ihr Gewand war an manchen Stellen zerrissen und ihre Hände aufgeschürft. Er hatte sie vor erst dreiundzwanzig Tagen kennengelernt und trotzedm mehr Sympathie ihr gegenüber, als je irgendeinem anderen Lebewesen, empfunden. Sie schaute ihn an und ihre Augen sprachen jene Worte aus, die ihr Mund ihr verweigerte: "Rette mich!"
Eldin drehte sich herum und rannte durch das Portal. In dem Moment als er sich umdrehte hörte er hinter sich einen gequälten Schrei. Tausendmal schlimmer als jeder körperliche Schmerz dieser, oder jeder anderen Welt wurde er von Satore ausgestossen, die von dem Mann, dem sie sich am meisten anvertraute, im Moment der Hilflosigkeit auf das bitterste enttäuscht wurde. Diese seelischen Schmerzen überstiegen alle anderen, die sie jemals erleidet hatte um ein Unendliches. Jeder andere wäre bei diesem Geräusch getroffen zusammengebrochen, die Seele von einem Dolchstoss verwundet, doch Eldin nahm diesen Laut, aus dem purer Schmerz schrie, nur ganz schwach wahr. Er lief einfach weiter. Im Laufen spürte er den Boden unter sich beben und hechtete durch das Tor. Während er das Portal schon passiert hatte und durch den dunklen Tunnel gesogen wurde sah er hinter sich durch das Tor, wie eine Ingstra-Kugel auf das Dach von In`Kordan fixiert, dass die Erde wegbrach und alles mit sich in die Tiefen des Todes riss. Satore und die Orcs fielen zusammen mit den Steintrümmern nach unten in den gähnenden Abgrund der bis zum Kern des Planeten selber reichte.
Und dann verschwand der Eingang des Portals aus seiner Sicht. Wenige Sekunden später stand er in Quel´Talas. Hinter ihm schloss sich das Portal und jeder Beleg dafür, dass er jemals in Dreanor gewesen war vernichtete sich selber. Es war als ob er aus einem Traum erwachte. Eldin stand auf einer Wiese in einem ruhigen Wald. Um ihn herum standen Bäume und Blumen und das Bild der Ruhe und des Friedens strafte seine Gedanken, die noch in einer fremden Welt umherwanderten. Alles Leid, alle Freude und jedes kleine Lächeln, waren ihm, als ob nicht er selbst es erfahren hätte, ins Reich der des Irrealen und der Träume gehörend. Es kam Eldin vor, als ob er dies alles nicht eben, sondern schon vor Jahren erfahren hatte und es nun nur mehr als kalte Erinnerung in ihm fortlebte.
Dreiundzwanzig Tage hatte dieser Krieg, der seiner Bezeichnung unwürdig war, gedauert und doch mehr Tod und Zerstörung angerichtet als alle davor.

Epilog:

Dann ging er fort. Nicht nach Silvermoon, wo alles seinen Anfang genommen hatte, sondern in die Wildniss und Einsamkeit. Sein Stab versorgte ihm mit allem was er brauchte. Er hielt sich fern von allen Hochelfen, Menschen, Zwergen und auch sonst allen anderen. Es sollten Jahre vergehen bevor er wieder ein anderes sprechendes Wesen traf. Jahre in denen ihn nun nicht mehr ein Bild, sonder ein Geräusch verfolgte und seine Gedanken zerfraß. Dieser eine Schreie wurde seine Heimsuchung, seine Paranoia. Er trieb seinen Geist in den Wahnsinn.

Doch da er als wohl einziger in ganz Azeroth wusste, wie man Portale öffnete, war er immer gesucht, wenn auch nur von wenigen, da seine Existenz nur mehr ein Gerücht war. Doch auch für ihn würde der Tag kommen, sich seinen inneren Dämonen zu stellen. Der Große Plan aller Dinge hatte das Buch seiner Geschichte noch nicht geschlossen.....


Hinter einem Baum sprang Archimonde hervor und flüsterte: "To be continued" woraufhin er irre lachend davonschwamm.

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  • 16. Re: Hinter dem Dunklen Portal   14/12/2006 11:01:26 PST
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Hallo,
die Geschichte habe ich vor nunmehr fast einem ganzen Monat ins Forum gestellt und ich muss sagen ich bin enttäuscht, dass es keine antwort darauf gab und überhaupt nur so wenige in diese Gehscichte gefunden haben. Ich kann euch sagen, es war ein immenser Arbeitsaufwand die ganze Geschichte zu schreiben und es hat mich viele Stunden gekostet. Ich habe es zwar gerne gemacht, da ich sagen muss, selber Geschichten zu schreiben macht mehr Spass als jedes Computerspiel, weil der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind, dennoch würde ich mich über eine kleine Würdigung meiner Arbeit, und sei es auch ein noch so verachtendes "Scheiss Story", sehr freuen.

Vielen Dank an alle, die sich bis hier Unten durchgelesen haben (hat bei mir ca 1,5 Std gebraucht)

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  • 17. Re: Hinter dem Dunklen Portal   14/12/2006 16:31:38 PST
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Hmm Sry Hirnbrand ich hab das grad erst gefunden aba gelsen und hab so eine stunde und 30 min gebraucht heh ^^. vll bisl mehr :). ABa ist echt genial geschrieben. Wirklich sehr gut.

Was mir nicht gefällt ist das Ende. Ich bin halt ne kleine Happy End Fanatikerin ^^.es wäre besser wenn die beiden sich ein schönes leben aufgebaut hätten Mit vielen Kindern so 12 ^^ hehe :). oder ka. ABa net das sie stirbt. Ich fand das so traurig. MIr liefen sogar die tränen. Hab mir richtig selbst vorgestellt. DAs mein Freund so vor schmerz schreien würde und ich einfach weglaufe *heul* jetzt hast dus geschafft ich heule *schnief*

aba trotzdem klasse geschichte
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  • 18. Re: Hinter dem Dunklen Portal   14/12/2006 23:12:23 PST
zitat antworten

Q u o t e:

Was mir nicht gefällt ist das Ende. Ich bin halt ne kleine Happy End Fanatikerin ^^.es wäre besser wenn die beiden sich ein schönes leben aufgebaut hätten Mit vielen Kindern so 12 ^^ hehe :). oder ka. ABa net das sie stirbt. Ich fand das so traurig. MIr liefen sogar die tränen. Hab mir richtig selbst vorgestellt. DAs mein Freund so vor schmerz schreien würde und ich einfach weglaufe *heul* jetzt hast dus geschafft ich heule *schnief*

aba trotzdem klasse geschichte


Und nennt sich selbst "Killerin" *schmunzel* :D

Ich bin ein Freund von "Un-Happy Ends". Sehr gut geschrieben.

[ Beitrag editiert von Ghularek ]

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  • 19. Re: Hinter dem Dunklen Portal   15/12/2006 11:31:38 PST
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Ich kann nix dafür. ich hab halt nen großes weiches herz ^^. Bin nur äußerlich so har tund gemein aba innerlich bin ich eine schmusekatze und ihc mag schnulzen ich gebs zu ^^
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